Neuordnung der Konzernstruktur Bosch macht Mobility zur eigenständigen Tochtergesellschaft

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Bosch stellt sein Automobilgeschäft gesellschaftsrechtlich neu auf. Mobility und drei zentrale Servicebereiche werden in eigenständige Tochtergesellschaften überführt. Der Konzern will damit schneller auf den zunehmenden Wettbewerb reagieren. Rund 62.500 Beschäftigte in Deutschland sind betroffen.

Bosch ordnet seine Konzernstruktur neu: Der Geschäftsbereich Mobility soll künftig als eigenständige Tochtergesellschaft geführt werden. Auch drei zentrale Servicebereiche werden rechtlich verselbstständigt.(Bild:  Bosch)
Bosch ordnet seine Konzernstruktur neu: Der Geschäftsbereich Mobility soll künftig als eigenständige Tochtergesellschaft geführt werden. Auch drei zentrale Servicebereiche werden rechtlich verselbstständigt.
(Bild: Bosch)

Bosch plant einen grundlegenden Umbau seiner Konzernstruktur, wie am 22. Oktober 2026 mitgeteilt wurde. Der Unternehmensbereich Mobility soll künftig als eigenständige GmbH innerhalb der Bosch-Gruppe geführt werden. Auch die zentralen Servicebereiche Bosch Digital, Global Business Services und Global Real Estate werden aus der Robert Bosch GmbH in separate Gesellschaften überführt. Alle vier Einheiten bleiben vollständig im Eigentum der Bosch-Gruppe.

Mit der Neuordnung reagiert das Unternehmen auf den zunehmenden Wettbewerbsdruck, insbesondere durch asiatische Anbieter. Bosch will Entscheidungswege verkürzen, Prozesse vereinfachen und Innovationen schneller auf den Markt bringen. „Neue Konkurrenten, vor allem aus Asien, erhöhen den Wettbewerbsdruck“, erklärt Bosch-Chef Christian Fischer. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müsse der Konzern Innovationen schneller in den Markt bringen und seine Strukturen vereinfachen.

Mehr Eigenständigkeit für Bosch Mobility

Als eigenständige Tochtergesellschaft soll Mobility künftig bereichsübergreifend enger zusammenarbeiten und das Geschäft stärker aus einer Hand steuern. Gleichzeitig erhält der Unternehmensbereich mehr unternehmerischen Handlungsspielraum, etwa bei Investitionen in Innovationen und Wachstumsfelder sowie beim Aufbau strategischer Partnerschaften. Bosch Mobility bleibt der größte Unternehmensbereich des Konzerns. Im Geschäftsjahr 2025 erwirtschaftete die Sparte 55,8 Milliarden Euro und steuerte damit rund 60 Prozent zum Gesamtumsatz der Bosch-Gruppe bei.

Welche konkreten Auswirkungen die neue Gesellschaftsstruktur auf einzelne Entwicklungs- und Fertigungsstandorte haben wird, geht aus der Ankündigung bislang nicht hervor.

Rund 62.500 Beschäftigte wechseln

Von der Neuordnung sind rund 62.500 Beschäftigte in Deutschland betroffen, die meisten davon aus dem Mobility-Bereich. Ihre bestehenden Arbeitsverträge sollen auf die neuen Tochtergesellschaften übergehen. Die Robert Bosch GmbH wird künftig im Wesentlichen die Konzernzentrale sowie die zentrale Forschung und Vorausentwicklung umfassen. Dort sind derzeit mehr als 3.000 Menschen beschäftigt.

Die neuen Gesellschaften sollen am 1. August 2027 ihre operative Tätigkeit aufnehmen. Bis Ende 2027 beabsichtigt Bosch, den Umbau schrittweise abzuschließen. Die Geschäftsbereiche Industrietechnik, Konsumgüter sowie Energie- und Gebäudetechnik werden bereits heute in eigenständigen Tochtergesellschaften geführt. (sb)

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