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E-Auto im Sommerurlaub Immer mehr Fahrer planen lange Roadtrips durch Europa

Von Dipl.-Ing. (FH) Michael Richter 3 min Lesedauer

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Immer mehr Menschen starten mit dem Elektroauto in den Sommerurlaub. Eine aktuelle Ionity-Studie zeigt: Lange Roadtrips durch Europa sind für viele E-Autofahrer längst selbstverständlich.

Immer mehr Menschen reisen im Sommer mit dem Elektroauto durch Europa. Eine gute Ladeinfrastruktur und eine durchdachte Routenplanung sorgen für entspannte Roadtrips über lange Distanzen.(Bild:  frei lizenziert / Pexels)
Immer mehr Menschen reisen im Sommer mit dem Elektroauto durch Europa. Eine gute Ladeinfrastruktur und eine durchdachte Routenplanung sorgen für entspannte Roadtrips über lange Distanzen.
(Bild: frei lizenziert / Pexels)

Der Sommerurlaub mit dem Elektroauto gehört für viele inzwischen ganz selbstverständlich zur Reiseplanung. Eine aktuelle Ionity-Studie zeigt, dass mehr als 80 Prozent der befragten E-Autofahrer:innen in den kommenden Sommermonaten mindestens eine längere Fahrt unternehmen möchten. Gleichzeitig verliert die Reichweitenangst zunehmend an Bedeutung: 81,2 Prozent der Teilnehmer blicken längeren Strecken gelassen entgegen, während für mehr als die Hälfte das Thema Reichweite kaum noch eine Rolle spielt.

Grenzüberschreitende Reisen nehmen deutlich zu

Die Entwicklung spiegelt sich auch in den Nutzungsdaten des Schnellladenetzbetreibers wider. Während der Sommermonate Juni, Juli und August erfolgt bereits mehr als ein Drittel aller Ladevorgänge deutscher Ionity-Kund:innen außerhalb Deutschlands. Besonders häufig werden Ladestationen in Frankreich, Italien und Österreich genutzt. Einzelne Urlaubsrouten führen sogar über Distanzen von bis zu 2.000 Kilometern bis in den Norden Norwegens.

Ladepausen werden Teil des Reiseerlebnisses

Für viele Reisende verändert das Elektroauto auch die Art des Urlaubs. Statt möglichst schnell ans Ziel zu gelangen, werden Ladepausen bewusst genutzt. Die Mehrheit der Befragten verbindet das Laden unterwegs mit einer Gelegenheit für eine Mahlzeit oder einen Kaffee. Ebenso beliebt sind Spaziergänge, gemeinsame Zeit mit Familie oder Freunden, kurze Erholungspausen oder Unterhaltung über Streaming-Dienste und soziale Medien.

Als größte Vorteile einer Reise mit dem Elektroauto nennen die Teilnehmer niedrigere Reisekosten, einen höheren Fahrkomfort sowie Umweltfreundlichkeit. Mehr als die Hälfte empfindet das Nachladen unterwegs inzwischen sogar als entspannter als den klassischen Tankstopp oder sieht zwischen beiden Varianten keinen wesentlichen Unterschied.

Lade-Abos gewinnen an Bedeutung, defekte Ladesäulen bleiben Herausforderung

Auch bei der Wahl der Bezahlmethode zeigt sich ein klarer Trend. Mehr als drei Viertel der Befragten verwenden mindestens ein Lade-Abonnement. Ausschlaggebend sind vor allem die einfache Nutzung sowie finanzielle Vorteile gegenüber spontanen Ladevorgängen. Rund ein Viertel der Fahrer setzt dagegen überwiegend auf das Ad-hoc-Laden per Kreditkarte.

Trotz der positiven Entwicklung sehen viele Fahrer weiterhin Verbesserungsbedarf bei der öffentlichen Ladeinfrastruktur. Besonders häufig werden defekte Ladepunkte und längere Warteschlangen während der Hauptreisezeit als Problem genannt.

Nach Angaben von Ionity investiert das Unternehmen deshalb kontinuierlich in eine datenbasierte Wartung, um Störungen frühzeitig zu erkennen und die Verfügbarkeit der Schnelllader hoch zu halten. Zusätzlich liefert die Ionity-App Echtzeitinformationen zur Auslastung einzelner Standorte, wodurch Reisende ihre Ladestopps besser planen und Stoßzeiten möglichst vermeiden können.

Tipps für den ersten Roadtrip mit dem Elektroauto

Gerade für Menschen, die erstmals mit einem Elektroauto in den Urlaub fahren, empfiehlt Ionity eine gute Vorbereitung. Schnellladestationen sollten bereits bei der Routenplanung berücksichtigt werden. Vor dem Ladestopp lohnt sich ein Blick in die App, um die aktuelle Auslastung zu prüfen und bei Bedarf auf alternative Standorte auszuweichen.

Außerdem empfiehlt der Betreiber, den Akku unterwegs in der Regel nur bis etwa 80 Prozent aufzuladen. Oberhalb dieses Ladezustands sinkt die Ladegeschwindigkeit deutlich, wodurch sich unnötige Wartezeiten vermeiden lassen. Gleichzeitig kann dieses Vorgehen die Batterie schonen.

Charge Champions unterstützen Reisende im Sommer

Um den Reiseverkehr während der Ferienzeit zu entlasten, setzt Ionity auch 2026 wieder auf das Programm „Charge Champions“. Speziell geschulte Teams sind an insgesamt 22 stark frequentierten Standorten im Einsatz und unterstützen Reisende direkt vor Ort. Sie beantworten Fragen rund um den Ladevorgang, helfen bei der Organisation des Verkehrs an stark besuchten Stationen und tragen zu einem möglichst reibungslosen Ladeerlebnis während der Sommerreise bei.

Die Ergebnisse der Studie basieren auf einer Befragung von 250 deutschen E-Autofahrer:innen, die Ionity gemeinsam mit Appinio im Mai 2026 durchgeführt hat. Die ausgewerteten Ladedaten stammen aus den Sommermonaten 2025 und beziehen sich auf Ladevorgänge deutscher Kund:innen innerhalb des europäischen Ionity-Ladenetzwerks. (mr)

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