Strategische Neuausrichtung Rheinmetall veräußert den Bereich Power Systems an Aeguita

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Für den Verkauf seiner Division Power Systems hat sich Rheinmetall mit der in München ansässigen Industriegruppe Aequita geeinigt und am 03. Juni 2026 einen entsprechenden Vertrag unterschrieben. Die Transaktion soll im vierten Quartal dieses Jahres abgeschlossen werden.

Rheinmetall verkauft seinen Geschäftsbereich Power Systems an Aequita.(Bild:  frei lizensiert bei Pixabay)
Rheinmetall verkauft seinen Geschäftsbereich Power Systems an Aequita.
(Bild: frei lizensiert bei Pixabay)

Rheinmetall rückt sein militärisches Geschäft in den Fokus und baut gleichzeitig das technologische Portfolio auf die Domänen Air, Sea und Space aus. Im Rahmen dieser strategischen Neuausrichtung plante man seit längerer Zeit, den zivilen Bereich zu veräußern. Nun fand man in Aeguita den passenden Käufer.

Ausstieg aus dem Automotive-Geschäft

Die Transaktion, für die ein Abschluss im vierten Quartal 2026 angestrebt wird, steht unter dem Vorbehalt der Freigabe durch die zuständigen Aufsichts­behörden. Der vorläufige Kaufpreis für 100 Prozent der Anteile beträgt 350 Millionen Euro. Nach dem 2023/2024 bereits erfolgten Verkauf der Aktivitäten im Bereich der Groß- und der Kleinkolben vollzieht Rheinmetall damit wie angekündigt den entscheidenden Schritt seines Ausstiegs aus dem Geschäft mit der Zulieferung für die Automobilhersteller.

Alle Beschäftigten werden übernommen

Die Münchner Industriegruppe Aequita beabsichtigt, alle rund 6.250 Mitarbeiter, die Power Systems weltweit in den zu übernehmenden Unternehmen hat, weiter zu beschäftigen. Das Unternehmen will die bisherige Rheinmetall-Division Power Systems als eigenständige Organisation führen, wobei alle Markenrechte im Unternehmen verbleiben. Der Marktauftritt wird weiterhin wie gewohnt mit den Marken Pierburg, Kolbenschmidt und Motorservice erfolgen. Die Übernahme sieht Aequita als wichtigen Schritt, sein Automotive-Business zu stärken, wie Dr.-Ing. Axel Geuer, Chairman & Co-CEO von Aequita erklärt: „ […] Das Unternehmen stellt eine hervorragende Ergänzung für unsere Automotive-Division dar, die nun einen Umsatz von etwa 5 Milliarden Euro erzielen wird. In den kommenden Jahren liegt unser Fokus darauf, die langfristig erfolgreiche und nachhaltige Weiterentwicklung des Unternehmens aktiv zu unterstützen. Dazu gehört auch, Synergien innerhalb unseres Automotive-Portfolios zu realisieren.“

Verbleibende Unternehmensbereiche

Vom Verkauf ausgenommen sind die drei deutschen Standorte der KS Huayu AluTech in Neckarsulm, Walldürn und Langenhagen, die als Joint Venture mittelfristig im Rheinmetall-Konzern – weiterhin als „nicht fortgeführte Aktivität“ – verbleiben wird.

Die Beteiligung an Dermalog SensorTec bleibt dauerhaft im Rheinmetall-Konzern. Sie wird in die Division Weapon and Ammunition eingegliedert, ihre Mitarbeiter werden auch zukünftig am Standort Neuss tätig sein.

Auch das spanische Werk Abadiano der Pierburg S.A. wird mit der Belegschaft und seinen Sachwerten bei Rheinmetall verbleiben. Für eine Übergangszeit wird es als hybrider Standort zivile und militärische Produkte herstellen, bis die komplette Umstellung auf militärische Fertigung erfolgt ist. (se)

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