Bahnkommunikation Kontron Transportation erhält Bahnauftrag über knapp 100 Millionen Euro

Von Susanne Braun 1 min Lesedauer

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Kontron Transportation hat einen bestehenden Rahmenvertrag mit einem europäischen Bahnbetreiber verlängert. Der Vertrag umfasst Wartungs- und Security-Leistungen für betriebskritische Kommunikationssysteme im Bahnsektor und hat ein Volumen von knapp 100 Millionen Euro.

Kontron Transportation erhält Großauftrag im Umfang von knapp 100 Millionen Euro.(Bild:  Kontron Transportation)
Kontron Transportation erhält Großauftrag im Umfang von knapp 100 Millionen Euro.
(Bild: Kontron Transportation)

Im Bahnsektor müssen Kommunikationssysteme hohe Anforderungen an Verfügbarkeit, Ausfallsicherheit und Informationssicherheit erfüllen. Tun sie das nicht, dann kommt es zu Störungen und Ausfällen – Gäste der Deutschen Bahn haben das in den vergangenen Wochen häufiger erlebt, etwa als ein Kommunikationsproblem Ende Juni 2026 den Betrieb in den Abendstunden zum Stillstand brachte. Entsprechend wichtig sind bei Störungen kurze Reaktions- und Wiederherstellungszeiten, insbesondere bei Kernsystemen für den Bahnbetrieb.

Ein Unternehmen, das in diesem Bereich europaweit tätig ist, ist Kontron Transportation, und die Verantwortlichen haben positive Neuigkeiten zu vermelden, die am 15. Juli 2026 öffentlich gemacht wurden. Demnach konnte das Unternehmen einen Rahmenvertrag mit einem nicht näher benannten europäischen Bahnbetreiber verlängern, der nun bis Ende 2035 läuft. Das Volumen umfasst knapp 100 Millionen Euro und zudem besteht die Option, den Vertrag noch bis 2040 zu verlängern. Die Leistungen sollen jährlich beauftragt werden und betreffen den Betrieb sowie die Absicherung bestehender Kommunikationsinfrastrukturen.

Kontron Transportation verweist in diesem Zusammenhang auf Remote-Zugriff und technisches Fachwissen, um Störungen schnell diagnostizieren und in vielen Fällen kurzfristig beheben zu können. Neben der Systemverfügbarkeit rücken auch Security-Anforderungen stärker in den Vordergrund. Der Rahmenvertrag soll dafür die Grundlage schaffen. Gleichzeitig unterstützt das Unternehmen den Bahnbetreiber beim Übergang von GSM-R zum Future Railway Mobile Communication System, kurz FRMCS.

Dabei geht es unter anderem um die Einführung neuer Systeme, den Parallelbetrieb bestehender und künftiger Infrastrukturen während der Migrationsphase sowie den späteren Betrieb von FRMCS-Lösungen. FRMCS gilt als Nachfolgesystem von GSM-R und soll künftig die digitale Bahnkommunikation unterstützen. (sb)

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