Elektromobilität Hubject und Chargecloud ermöglichen Plug & Charge auch für AC-Ladepunkte

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

Chargecloud und Hubject wollen zukünftig eng zusammenarbeiten, wie beide Unternehmen bekanntgaben. Im Rahmen einer technischen Partnerschaft integriert Chargecloud die Hubject Public Key Infrastructure in sein Charge-Point-Management-System. Somit ist Plug & Charge auch für AC-Ladepunkte möglich.

Freuen sich über die zukünftige Partnerschaft (vlnr.): Oliver Adrian, COO & CRO Chargecloud, Christian Hahn, CEO Hubject und Markus Bach, CEO & CTO Chargecloud..  (Bild:  ChargeCloud)
Freuen sich über die zukünftige Partnerschaft (vlnr.): Oliver Adrian, COO & CRO Chargecloud, Christian Hahn, CEO Hubject und Markus Bach, CEO & CTO Chargecloud..
(Bild: ChargeCloud)

In der Praxis haben bisher fast ausschließlich DC-Schnelllader Plug & Charge unterstützt, obwohl der weitaus größte Teil aller Ladevorgänge nach wie vor auf AC-Infrastruktur stattfindet: in Flottendepots, auf Firmenparkplätzen, in kommunalen Netzen und im Einzelhandel. Technisch ist Plug & Charge bereits seit Jahren auch für AC-Laden definiert. Gerade in diesem Anwendungsbereich sind es häufig dieselben Anwender, die täglich laden und die von einer reibungslosen, automatisierten Authentifizierung besonders profitieren können.

AC-Ladevorgang erleichtern

Diese Lücke wollen Hubject und Chargecloud nun mit der Integrierung der Hubject-PKI in das Chargecloud Betriebssystem schließen. Sobald ein Fahrzeug an einen kompatiblen AC-Ladepunkt angeschlossen wird, authentifiziert es sich automatisch über ein im Fahrzeug hinterlegtes Zertifikat. Weder App noch RFID-Karte oder Display-Interaktion sind erforderlich. Voraussetzung ist ein ISO 15118-2-fähiger Ladepunkt, ein entsprechend ausgestattetes Fahrzeug und ein gültiger Vertrag, der durch einen Plug & Charge-fähigen E-Mobility-Provider (EMP) im Fahrzeug hinterlegt wurde.

Pilotphase bereits gestartet

Hubject betreibt die Public Key Infrastructure, die das technische Fundament für Plug & Charge bildet. Ohne diesen zentralen „Trust Anchor“ ist eine standardkonforme Implementierung nach ISO 15118 nicht möglich. Das Unternehmen wird zudem die Zertifizierung für Hardware und Fahrzeuge gewährleisten und öffentlich zugängliche Listen zertifizierter Hersteller und Fahrzeugmodelle führen.

Diese Infrastruktur integriert Chargecloud in sein Betriebssystem und stellt Plug & Charge als betriebsfertiges Feature für CPO-Kunden bereit. Betreiber von Ladeinfrastruktur müssen keine eigene technische Integration vornehmen. Die Funktion wird im Rahmen des Rollouts automatisch für alle Ladepunkte aktiviert, deren Hardware die Voraussetzungen erfüllt – idealerweise Hubject-zertifizierte Geräte mit vollständiger ISO 15118-2-Implementierung. Eine Pilotphase mit ersten CPOs läuft bereits.

Weniger Fehlerquellen

Für die CPO-Kunden bedeutet das, dass sie ihren Nutzern eine komfortable und – beispielsweise im Vergleich zu RFID-Karten – sichere Authentifizierungsmethode anbieten können: Der Ladevorgang startet automatisch beim Einstecken des Kabels. Weniger Fehlerquellen bedeuten zudem weniger Support-Aufwand auf CPO-Seite. Die Elektrofahrzeuge der meisten Automobilhersteller unterstützen bereits Plug & Charge.  (se)

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