Projekt AutoLog VW, Telekom, Unikie und BIBA erforschen Potenziale automatisierter Fahrzeugbewegungen

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

Im Rahmen des Forschungsprojekts AutoLog haben Volkswagen, die Deutsche Telekom, das finnische Unternehmen Unikie sowie das Bremer Institut für Produktion und Logistik an der Universität Bremen in den letzten zwei Jahren untersucht, wie Fahrzeuge auf Logistikflächen automatisiert bewegt und sicher in bestehende Abläufe integriert werden können.

Das Projekt AutoLog zur automatisierten Fahrzeuglogistik wurde nach zwei Jahren abgeschlossen.(Bild:  Volkswagen)
Das Projekt AutoLog zur automatisierten Fahrzeuglogistik wurde nach zwei Jahren abgeschlossen.
(Bild: Volkswagen)

Ziel von „AutoLog“ war es, die Potenziale automatisierter Fahrzeugbewegungen für eine effizientere und zukunftsfähige Hafenlogistik zu untersuchen. Das Testfeld befindet sich auf einer Logistikfläche in unmittelbarer Nähe des Emder Hafens. Neben Parkflächen und Fahrwegen gehört auch ein stark frequentierter Kreisverkehr dazu. Unter diesen Bedingungen konnten die Projektpartner unterschiedliche Verkehrssituationen untersuchen. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Zusammenspiel von automatisiert fahrenden und manuell gesteuerten Fahrzeugen im laufenden Logistikbetrieb sowie auf der Integration der Technologie in bestehende Abläufe.

Integriertes System für die automatisierte Fahrzeuglogistik

Technologisch verbindet AutoLog mehrere Bausteine zu einem integrierten System für die automatisierte Fahrzeuglogistik. Die Unikie Marshalling Solution (UMS) übernimmt die übergreifende Steuerung und Koordination der Fahrzeuge. Dafür müssen Fahrzeugtechnik, Umgebungserfassung, Kommunikationsinfrastruktur und Logistiksoftware zuverlässig zusammenarbeiten.

Ein digitales Abbild der Parkflächen unterstützt die Planung und Koordination der Fahrzeugbewegungen. Für die Kommunikation zwischen dem System und den Fahrzeugen nutzt das Projekt das öffentliche 5G-Netz der Deutschen Telekom, das für die Anforderungen der Anwendung um zusätzliche Funktionen ergänzt wurde. Die UMS wird auf einem Edge-Cloud-System betrieben. Dabei werden die Daten durch eine schnelle Glasfaser-Festverbindung zeitlich nahe am Mobilfunknetz verarbeitet, um die technischen Voraussetzungen für zeitkritische Anwendungen zu schaffen.

Interaktion von Mensch, Maschine und Verkehrsbeteiligten

Darüber hinaus beschäftigten sich die Projektpartner mit einer standardisierten Kommunikation sowie das sichere Zusammenspiel von Mensch und Technik. AutoLog orientiert sich am Standard ISO 23374 für Automated Valet Parking und untersucht, wie sich automatisierte Fahrzeuge in komplexe Logistikumgebungen integrieren lassen. Dazu gehören die Interaktion mit Menschen und anderen Verkehrsteilnehmern sowie die Abstimmung automatisierter Fahrzeugbewegungen mit bestehenden Logistikprozessen.

Auch an anderer Stelle wird bei Volkswagen an der Automatisierung von Fahrzeugbewegungen gearbeitet. Im Rahmen einer Kooperation des AutoLog-Projekts mit dem Audi-Standort Ingolstadt erprobten die Projektpartner das automatisierte Verladen von Fahrzeugen auf Eisenbahnwaggons. Damit steht ein weiterer Prozessschritt der Fahrzeuglogistik im Fokus: die präzise Positionierung der Fahrzeuge bei der Übergabe an den Schienentransport. Der erfolgreiche Pilot ergänzt die Erfahrungen aus Emden um einen weiteren Anwendungsfall und zeigt, welche unterschiedlichen Aufgaben entlang der Logistikkette sich durch automatisiertes Fahren neu gestalten und weiterentwickeln lassen.

Mit dem Abschluss von AutoLog endet die gemeinsame Erprobungsphase. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen in die Weiterentwicklung automatisierter Logistikprozesse einfließen und als Grundlage dienen, um weitere Einsatzmöglichkeiten zu bewerten. Langfristig könnten automatisierte Fahrzeugbewegungen dazu beitragen, Logistikabläufe flexibler, sicherer und nachhaltiger zu gestalten sowie neue Möglichkeiten für die Organisation von Fahrzeugtransporten auf Werks- und Terminalflächen zu erschließen. (se)

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