Autonomes Fahren Volkswagen denkt über Einsatz von Satelliten nach

Autor Sven Prawitz

Einem Medienbericht zufolge prüft der Volkswagen-Konzern den Einsatz von Satellitentechnik für autonome Fahrzeuge. Es geht um Breitbandinternet, das den Autos überall zur Verfügung stehen soll.

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Einem Medienbericht zufolge prüft der Volkswagen-Konzern den Einsatz von Satellitentechnik für autonome Fahrzeuge.
Einem Medienbericht zufolge prüft der Volkswagen-Konzern den Einsatz von Satellitentechnik für autonome Fahrzeuge.
(Bild: DLR)

Für seine autonomen Fahrzeuge will der Volkswagen-Konzern Satellitentechnik einsetzen. Wie die „Wirtschaftswoche“ am Montag (22. Februar) berichtet, sollen die Autos so mit dem Internet verbunden werden. Das soll die Lücken im Mobilfunknetz schließen, die es vor allem in ländlichen Raum gibt. „Konnektivität ist beim autonomen Fahren ein ganz entscheidender Punkt“, wird VW-Strategiechef Michael Jost vom Wirtschaftsmagazin zitiert. Für die meisten Einsatzbereiche sei die Satellientechnik „ein probates Mittel“. Der Konzern prüfe daher mögliche Kooperationen auf diesem Gebiet.

Zusammenarbeit mit Space X?

Die „Wirtschaftswoche“ berichtet weiter über eine mögliche Zusammenarbeit VWs mit Space X. Das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk baut derzeit ein Netz für Satelliten-Internet auf. Laut Wirtschaftswoche sei es auch möglich, dass sich Volkswagen an einem europäischen Konsortium beteilige. Laut den Quellen des Mediums wollen mehrere deutsche Start-ups ein solches Konsortium für privatwirtschaftlich betriebene Internetsatelliten starten.

Eine hohe Bandbreite für das Übertragen von Daten gilt als Schlüssel für das autonome Fahren und Fahrerassistenzsystemen für höhere Automatisierungslevel. Vor allem Automobilzulieferer wie Harman setzen dafür auf das 5-G-Netz. Doch ob die Netzverfügbarkeit für die sicherheitsrelevanten Funktionen im Auto ausreichen wird, ist noch nicht absehbar. Selbst das 4-G-Netz weißt noch erhebliche Lücken auf. Eine Übersicht von Statista zeigt eine Netzabdeckung (4G) in Deutschland von 66 Prozent und eine durchschnittliche Downloadgeschwindigkeit von 23 Mbps. Andere europäische Flächenländer wie Ungarn (89 Prozent; 39 Mbps), Spanien (84 Prozent, 31 Mbps) oder UK (77 Prozent, 23 Mbps) sind da längst weiter.

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