Alternative Antriebe für Nutzfahrzeuge Modularer Brennstoffzellen-Antrieb in SSV integriert

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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BRP-Rotax hat einen modularen Brennstoffzellen-Antrieb in ein geländegängiges Side-by-Side-Vehicle mit Straßenzulassung verbaut. Der Prototyp wurde im Rahmen des Forschungsprojekts HyFleet entwickelt, in Betrieb genommen und von Sommer bis Winter 2025 unter realen Einsatzbedingungen auf On- und Offroad-Strecken getestet.

Das Projekt HyFleet integrierte erstmalig einen modularen Brennstoffzellen-Antrieb in ein straßenzugelassenes Side-by-Side-Spezialfahrzeug.(Bild:  zenitblau)
Das Projekt HyFleet integrierte erstmalig einen modularen Brennstoffzellen-Antrieb in ein straßenzugelassenes Side-by-Side-Spezialfahrzeug.
(Bild: zenitblau)

Mit einer Reichweite von bis zu 400 km und einer Betankungszeit von weniger als fünf Minuten zeigt HyFleet, dass wasserstoffbasierte Antriebssysteme eine praxistaugliche, emissionsfreie Alternative für Spezialfahrzeuge mit hohen Energie- und Reichweitenanforderungen sein können. Insbesondere für kommunale Anwendungen, Land- und Forstwirtschaft, Tourismus sowie industrielle Spezialanwendungen können emissionsfreie Fahrzeuge eine wichtige Rolle spielen. Vor allem wenn man beispielsweise an ökologisch sensible Gebiete denkt, in denen Lärm- und Abgasemissionen eine erhebliche Belastung für Umwelt, Natur und Anrainer darstellen. Mit HyFleet zeigt BRP-Rotax, wie alternative Antriebstechnologien aus dem Forschungsumfeld in ein reales Szenario überführt werden können. Im Fokus stand dabei die systemische Integration von Brennstoffzellensystem, elektrischer Antriebseinheit, Wasserstoffspeicher, Steuerung und Betankungsinfrastruktur in ein leistungsfähiges Gesamtsystem.

Technologieoffenheit wichtig

„Die Mobilität der Zukunft wird nicht durch eine einzelne Technologie bestimmt, sondern durch den konkreten Anwendungsfall. Genau deshalb verfolgen wir einen konsequent technologieoffenen Ansatz – von elektrischen über wasserstoffbasierte bis hin zu hybriden Antriebslösungen“, erklärt Stefan Arndt, General Manager BRP-Rotax, VP R&D Powertrain. „Unser Anspruch ist es, für jede Anwendung die technisch und wirtschaftlich beste Lösung zu entwickeln und diese gemeinsam mit unseren Partnern effizient in die Umsetzung zu bringen, vom Prototyp bis zur skalierbaren Kleinserie”, erläutert Arndt. „HyFleet ist dafür ein klarer Proof Point: Wir zeigen, dass wir komplexe Entwicklungsanforderungen in unternehmensübergreifenden Teams strukturiert steuern und erfolgreich realisieren können.“ BRP-Rotax drängt verstärkt in den Bereich der Spezial- und Nutzfahrzeuge. Das Unternehmen entwickelt technologieoffen diverse Antriebslösungen – von elektrischen über wasserstoffbasierte bis hin zu effizienten Verbrennungssystemen oder Kombinationen daraus. Damit erweitert BRP-Rotax das Einsatzspektrum seiner Antriebssysteme, das von klassischen Offroad- und Spezialfahrzeugen bis zu Anwendungen in Bau, Landwirtschaft oder maritimen Bereichen reicht. Die im HyFleet-Projekt entwickelte modulare 90-kW-Brennstoffzellenplattform bildet dabei die Grundlage für vielseitige mobile und stationäre Anwendungen.

Fahrzeug und Infrastruktur im Fokus

Im Projekt HyFleet entwickelte und demonstrierte BRP-Rotax gemeinsam mit Partnern eine integrierte, wasserstoffbasierte Mobilitätslösung für emissionsfreie Spezial- und Nutzfahrzeuge. Im Zentrum steht ein modularer brennstoffzellenelektrischer Antrieb, der in ein straßenzugelassenes Side-by-Side Vehicle (SSV) integriert und unter realen Einsatzbedingungen erprobt wurde. Das Fahrzeug erreicht eine Reichweite von bis zu 400 km, ist bis –20 °C frost- und kaltstartfähig und wird in weniger als fünf Minuten betankt. Ergänzend entstand ein digitales Konfigurationstool, mit dem sich Fahrzeugflotten und Wasserstoffinfrastruktur bedarfsgerecht auslegen lassen. Damit adressiert HyFleet nicht nur das Fahrzeug selbst, sondern bietet eine durchgängige Flottenlösung aus Fahrzeugantrieb, Wasserstoffproduktion und Betankungsinfrastruktur. (se)

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