Personalie Amnon Shashua tritt als CEO von Mobileye zurück

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

Bei Mobileye steht ein geplanter Führungswechsel ins Haus. So wird der Gründer des Unternehmens, Prof. Amnon Shashua, nach 27 Jahren als CEO zurücktreten. Nach der Ernennung eines Nachfolgers, will der Vorstand Shashua die Rolle als Vorstandsvorsitzenden anbieten.

An der Spitze von Mobileye steht ein Führungswechsel an: Gründer Amnon Shashua wird als CEO zurücktreten sobald ein entsprechender Nachfolger gefunden wurde.(Bild:  Mobileye)
An der Spitze von Mobileye steht ein Führungswechsel an: Gründer Amnon Shashua wird als CEO zurücktreten sobald ein entsprechender Nachfolger gefunden wurde.
(Bild: Mobileye)

Mobileyes Gründer, Prof. Amnon Shashua, hat den Vorstand über seine Absicht in Kenntnis gesetzt, als Chief Executive Officer zurücktreten zu wollen – nach Ernennung eines entsprechenden Nachfolgers. Shashua wird dem israelischen Unternehmen im Anschluss als Vorstandsmitglied erhalten bleiben, und der Vorstand hat ihm angeboten, nach der Ernennung eines neuen CEOs die Rolle des Vorstandsvorsitzenden zu übernehmen.

Mobileye-Technologie in 250 Millionen Fahrzeugen

Mobileye wurde 1999 gegründet und gilt als einer der Wegbereiter für automatisiertes und autonomes Fahren. Die Technologie des israelischen Unternehmens ist in mehr als 250 Millionen Fahrzeugen integriert und kommt in über 1.400 Fahrzeugmodellen weltweit im Einsatz. Doch nicht nur in puncto Fahrzeugtechnik macht man von sich reden. Kürzlich hat das Unternehmen sein Geschäft auf humanoide Robotik ausgeweitet, um die Zukunft der Physical AI aktiv mitzugestalten. Das alles basiert auf der Vision von Prof. Amnon Shashua. „Im Namen des Vorstands danke ich Amnon für seine außergewöhnliche Leistung als Gründer und CEO von Mobileye“, betonte Safroadu Yeboah-Amankwah, Vorsitzender des Vorstandsrats von Mobileye. „Als Technologieführer und Innovator hat er nicht nur Mobileye entscheidend geprägt, sondern auch die Entwicklung moderner Fahrerassistenzsysteme und des autonomen Fahrens maßgeblich beeinflusst. Er zählt zu den führenden Köpfen in den Bereichen Fahrerassistenzsysteme, künstliche Intelligenz und Robotik und hat das Unternehmen konsequent an der technologischen Spitze gehalten. Für sein anhaltendes Engagement danken wir ihm sehr und freuen uns, dass er Mobileye auch in der kommenden Übergangsphase eng verbunden bleibt.“

„Seit fast drei Jahrzehnten ist Mobileye mein Lebenswerk“, äußerte sich Shashua selbst. „Angesichts der weiteren Entwicklung und Reife des Unternehmens ist jetzt der richtige Zeitpunkt, eine Führungsstruktur zu schaffen, die Mobileye bestmöglich für den nächsten Abschnitt aufstellt. Ich bleibe dem Unternehmen und seinem Erfolg eng verbunden und sehe insbesondere in den Bereichen fortschrittlicher KI, autonome Systeme und humanoide Robotik große Chancen. Ich werde den Vorstand und das Führungsteam während des Übergangs umfassend unterstützen und mich weiterhin auf die Bereiche konzentrieren, in denen ich langfristig den größten Beitrag leisten kann.“

Langfristige Trends im Foku

Der Vorstand betonte, dass der geplante Führungswechsel den nächsten Schritt in der Weiterentwicklung von Mobileye als globalem Technologieunternehmen markiert. Ziel ist es, Kontinuität in Führung, Strategie und Umsetzung sicherzustellen und zugleich die Grundlage für weiteres Wachstum zu schaffen. Prof. Shashua wurde angeboten, nach der Ernennung eines neuen CEOs den Vorsitz des Vorstandsrats zu übernehmen. In dieser Funktion soll er sich insbesondere auf langfristige Technologietrends und Innovationspotenziale konzentrieren, einschließlich der Weiterentwicklung des Geschäfts im Bereich humanoide Robotik.

Shashua hat Mobileye zu verschiedenen Meilensteinen geführt. Dazu zählen der Börsengang im Jahr 2014, damals der größte Börsengang eines israelischen Unternehmens, sowie der Verkauf an Intel im Jahr 2017. 2022 wurde Mobileye erneut an die Börse gebracht. Heute befindet sich das Unternehmen zu rund 77 Prozent im Besitz von Intel.  (se)

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