Maritime Technologien erproben DLR-Forschungsplattform Modularis zu Wasser gelassen

Von Stefanie Eckardt 1 min Lesedauer

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Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt hat am 17. September 2026 seine Forschungsplattform Modularis in Flensburg erstmals zu Wasser gelassen. Nun kann man mit der technischen Ausrüstung der Plattform beginnen.

Am 17. September 2026 lief die Forschungsplattform Modularis vom Stapel.(Bild:  DLR)
Am 17. September 2026 lief die Forschungsplattform Modularis vom Stapel.
(Bild: DLR)

Seit ihrer Kiellegung am 20. Mai 2026 hat die Modularis Gestalt angenommen. Neben dem Schiffskörper selbst wurden auch bereits wichtige Komponenten integriert. Dazu gehören die Hauptmotoren, die den Schiffsantrieb auch beim Ausfall von Testkomponenten sicherstellen, sowie eine Wärmepumpe und die Klimaanlage. Auch ein Großteil der Türen, Fenster und Treppen ist bereits montiert.

Technische Ausrüstung kommt in Bremerhaven an Bord

In den nächsten Wochen wird die Plattform mit mehreren Schleppschiffen über den Nord-Ostsee-Kanal nach Bremerhaven transportiert. Auf der dortigen Lloyd Werft folgen der Innenausbau und die weitere technische Ausrüstung. Dazu gehören unter anderem zusätzliche Antriebssysteme für die Forschung, Sensorik, Kommunikations- und Navigationssysteme, Komponenten für die Automatisierung sowie ein Batteriesystem. Damit wird aus dem bislang noch weitgehend leeren Schiff Schritt für Schritt eine Forschungsplattform für den Einsatz auf See.

Forschung unter realen Bedingungen

Mit der Modularis entsteht ein Versuchsschiff, auf dem neue maritime Technologien unter realen Einsatzbedingungen auf See getestet werden. Im Fokus stehen unter anderem alternative Energie- und Antriebssysteme, Sensorik, Automatisierung und autonome Funktionen. Die Systeme können dabei einzeln und im Zusammenspiel erprobt werden.

Am 14. September 2026 eröffnete das DLR neue Labor- und Büroflächen mit eigener Anlegemöglichkeit für die Modularis. In Zukunft sollen so Forschung an Land und Erprobung auf See eng miteinander verbunden werden. In Kiel wird die Plattform nach Fertigstellung ihren Heimathafen haben. (se)

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