Bahntechnik Knorr-Bremse und China Railway unterzeichnen China Freight Cooperation Program

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Knorr-Bremse und China Academy of Railway Sciences haben eine Absichtserklärung zur Entwicklung von neuen Technologien geschlossen. Im Fokus stehen digitale Lösungen, Fahrerassistenzsysteme und Bremstechnologien, die Sicherheit, Effizienz und Leistungsfähigkeit des chinesischen Schienengüterverkehrs verbessern sollen.

Für einen modernen Schienenverkehr haben Knorr-Bremse und CARS zum China Freight Cooperation Program eine Absichtserklärung unterschrieben. Hier Rail-Vorstand Nicolas Lange bei der feierlichen Unterzeichnung in Peking.(Bild:  Knorr-Bremse)
Für einen modernen Schienenverkehr haben Knorr-Bremse und CARS zum China Freight Cooperation Program eine Absichtserklärung unterschrieben. Hier Rail-Vorstand Nicolas Lange bei der feierlichen Unterzeichnung in Peking.
(Bild: Knorr-Bremse)

Im Rahmen seiner Wirtschafts- und Nachhaltigkeitsstrategie will China zunehmend den Güterverkehr auf die Schiene verlagert. Dieser Wandel erhöht den Bedarf an längeren, schwereren und intelligenteren Güterzügen, die sicher und effizient betrieben werden. Um diese Entwicklung zu unterstützen, haben Knorr-Bremse und China Academy of Railway Sciences (CARS) eine Absichtserklärung unterschrieben. Im Rahmen dieser wollen sich die Partner auf digitale Lösungen, Fahrerassistenzsysteme und Bremstechnologien konzentrieren, um die Sicherheit, Effizienz und Leistungsfähigkeit des chinesischen Schienengüterverkehrs voranzutreiben.

Digitale Zugarchitekturen und Predictive Maintenance im Fokus

Aufbauend auf mehr als 20 Jahren Zusammenarbeit zwischen CARS und Knorr-Bremse erweitert das China Freight Cooperation Program die bisherige produktorientierte Kooperation um eine umfassende Technologiepartnerschaft. Die Aktivitäten zur Beschleunigung der Digitalisierung und intelligenten Weiterentwicklung des Schienengüterverkehrs konzentrieren sich auf mehrere Technologiefelder. Im Bereich Digitalisierung stehen vor allem digitale Zugarchitekturen, vorausschauende Instandhaltung (Predictive Maintenance), Zustandsüberwachung von Güterwagen und digitale automatische Kupplungen im Fokus. Letztere werden auch für die Markteinführung in Europa vorbereitet. Ergänzend zu kupplungsbasierten Lösungen werden die Partner auf drahtlose, funkbasierte Funktionen setzen, die von fahrzeugseitigen Energiespeichern versorgt werden. Diese sollen eine verbesserte Flottenüberwachung sowie eine Optimierung von Wartungs- und Betriebsprozessen ermöglichen.

Darüber hinaus werden die Partner Fahrerassistenzsysteme entwickeln, um die Energieeffizienz und Leistungsfähigkeit von Güterzugflotten zu steigern. Dabei bauen sie auf Knorr-Bremse-Lösungen wie „Leader“ auf, die bereits in Europa, in den USA und in Australien im Einsatz sind. Zudem werden beide Unternehmen an Bremssystemen arbeiten, die auf die anspruchsvollen Anforderungen des Langstrecken- und Schwerlastverkehrs zugeschnitten sind.

Modernisierung des Schienenverkehrs nimmt Fahrt auf

Weltweit gewinnt die Modernisierung des Schienengüterverkehrs an Dynamik. Die derzeit umfassendsten und technologisch fortschrittlichsten Initiativen sind bislang in Europa geplant. Allein der dortige Erstausrüstungsmarkt für die Modernisierung von bis zu 500.000 Güterwagen wird auf rund 25 Milliarden Euro geschätzt.

China, das über eine der größten Güterwagenflotten der Welt verfügt, verfolgt ähnlich ambitionierte Modernisierungsprogramme und Maßnahmen zur Verkehrsverlagerung auf die Schiene. Daraus ergibt sich ein Marktpotenzial, das mit dem europäischen Markt vergleichbar ist. Auch die USA als dritter großer Eisenbahnmarkt der Welt werden mehr und mehr digitale Technologien der nächsten Generation im Schienengüterverkehr einführen.  (se)

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