Bahntechnik Knorr-Bremse übernimmt Schweizer Duagon Group

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Knorr-Bremse schluckt die Duagon Group mit Hauptsitz im schweizerischen Dietikon. Mit der Übernahme stärkt Knorr-Bremse sein bestehendes Geschäft mit Elektronik- und Software-Lösungen für Schienenfahrzeuge.

Knorr-Bremse erwirbt die Duagon Group und stärkt damit seine Kompetenzen im Bereich Elektronik- und Software-Lösungen für die Bahnindustrie. (Bild:  Knorr-Bremse)
Knorr-Bremse erwirbt die Duagon Group und stärkt damit seine Kompetenzen im Bereich Elektronik- und Software-Lösungen für die Bahnindustrie.
(Bild: Knorr-Bremse)

Knorr-Bremse sieht in dem Schweizer Unternehmen eine passende Ergänzung für sein Bestandsgeschäft insbesondere im sicherheitsrelevanten Elektronik- und Software-Bereich. Die Akquise bietet als weiteres Standbein deutliche Synergieeffekte in den Elektronikbereichen u.a. für Brems- und Einstiegssysteme, in denen Knorr-Bremse unterwegs ist. Darüber hinaus ergänzt Duagon das globale Geschäft der beiden Töchter Selectron und KB Signaling. Vor dem Hintergrund zunehmender Digitalisierung von Zügen und Streckennetzen werden die beiden Geschäftsbereiche für Bahnelektronik und Bahnsignaltechnologie durch Duagon noch stärker vom überproportional wachsenden Markt für elektronische, Software-basierende und digitale Lösungen für Schienenfahrzeuge und Bahnsignaltechnik profitieren können.

Digitalisierung als Treiber für Elektronik und Software

Die Digitalisierung ist ein Treiber des wachsenden Bedarfs an hochentwickelter Elektronik und Software. Beispielsweise sind die Produkte von Duagon in der Bordarchitektur von Zügen und in der Signaltechnik an der Bahnstrecke verbaut. Unter anderem helfen sie, Subsysteme von Zügen sicher zu steuern und sicherheitsrelevante Informationen, Befehle und Signale zu verarbeiten.

Langfristig bietet die Integration der Embedded-Electronics-Lösungen der Schweizer in das Portfolio von Knorr-Bremse Synergieeffekte als Basis für weltweit einheitlichere und ganzheitlichere Elektronikplattformen für verschiedene Produktgruppen. Zugleich zahlt die Integration auf verbesserte Kosteneffizienz bei Forschung und Entwicklung und gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit ein und fördert digitale Neuentwicklungen.

Wachstum erwartet

Die 1995 gegründete Duagon beschäftigt rund 750 Mitarbeiter in acht Ländern. Das Unternehmen hat von 2022 bis 2025 eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von rund 15 Prozent erreicht – eine Entwicklung, für die Knorr-Bremse über die kommenden Jahre eine klare Fortsetzung erwartet. Für das Jahr 2026 erwartet der Zulieferer für seinen Schweizer Neuzugang rund 175 Millionen Euro Umsatz und eine operative EBIT-Marge von rund 16 Prozent. Außerdem erwartet Knorr-Bremse ab dem Jahr 2028 jährliche EBIT-wirksame Synergieeffekte von 5 bis 10 Millionen Euro. Zu den Kunden von duagon zählen Fahrzeughersteller, Systemintegratoren und Infrastrukturunternehmen aus der Bahnindustrie.

Knorr-Bremse und der bisherige Eigentümer DBAG Fund VII, ein von der Deutschen Beteiligungs AG beratener Private Equity Fonds, haben eine entsprechende Kaufvereinbarung unterzeichnet. Der Vollzug des Erwerbs unterliegt den üblichen regulatorischen Zustimmungen. (se)

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