Luftfahrt Projekt LEIA: Hybrid-elektrische Bordnetzarchitektur für Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge

Von Stefanie Eckardt 1 min Lesedauer

Im Rahmen des Projekts LEIA, kurz für „Large Scale Integration Demonstrator of Hybrid Electrical Architecture“ arbeitet Airbus zusammen mit Partner aus der EU, Großbritannien und den USA an einer neuen elektrischen Energiearchitektur für Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge.

Im Projekt LEIA arbeiten verschiedene Unternehmen wie Airbus an einer hybrid-elektrischen Bordnetzarchitektur für Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge.(Bild:  Airbus)
Im Projekt LEIA arbeiten verschiedene Unternehmen wie Airbus an einer hybrid-elektrischen Bordnetzarchitektur für Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge.
(Bild: Airbus)

LEIA wird von der EU-Initiative „Clean Aviation Joint Undertaking“ gefördert. Man erhofft sich, dass das Projekt dazu beiträgt, die Hochspannungserzeugung und -verteilung für neue elektrische Flugzeugsysteme in Kurz- bis Mittelstreckenflugzeugen weiterzuentwickeln und dabei die Lücke zwischen Komponente und System schließt. Airbus zeichnet sich im Rahmen des Projekts für die Integration verschiedener elektrischer Komponenten, darunter skalierbare Motoren/Generatoren, elektronische Steuerungen, Stromverteilungsanlagen sowie verschiedene andere Flugzeugsysteme, verantwortlich. Diese Systeme werden im Rahmen eines umfassenden Testprogramms validiert, das bis 2027 in einer entscheidenden Bodendemonstration gipfeln wird. „Unsere Fortschritte bei der Entwicklung hybrid-elektrischer Technologien und unser Einstieg in den LEIA-Demonstrator markieren einen entscheidenden Wandel in der Art und Weise, wie wir die Zukunft des Fliegens gestalten“, betont Karim Mokaddem, Leiter des Bereichs Aircraft of Tomorrow Research and Technology bei Airbus. „Durch den Übergang zu integrierten, intelligenten hybrid-elektrischen Architekturen legen wir aktiv die physischen und digitalen Grundlagen für die nächste Generation von Flugzeugen. Diese Entwicklung zeigt, dass es bei der Zukunft der Luftfahrt um mehr als nur neue Antriebsquellen geht; es geht auch um die neuen Ökosysteme, die diese steuern werden.“

Integrationstest in Ottobrunn

LEIA baut auf dem SWITCH-Projekt auf, dessen Schwerpunkt auf Teilsystemen für hybrid-elektrische Antriebsstränge lag und das im Juli einen wichtigen Meilenstein erreichte, als Collins Aerospace die integrierten Labortests abschloss. Dieser Erfolg ist das Ergebnis einer intensiven Zusammenarbeit der Projektpartner, darunter Pratt & Whitney, GKN Aerospace und MTU Aero Engines.

Diese Teilsysteme, die im Zusammenspiel mit simulierten Flugzeug- und Triebwerkssystemen betrieben werden, werden nun in das Labor „Airbus Sustainable Technology and Engineering Projects“ (STEP) in Ottobrun, Deutschland, überführt. Dort werden Airbus-Teams verschiedene Integrationstests durchführen, die sich u.a. mit der Konstruktion, der Batterieanbindung und der Energiemanagementsysteme auseinandersetzen. (se)

(ID:50915904)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung