Klimaschutz Umweltverbände fordern höhere Kfz-Steuer

Autor / Redakteur: dpa / Tanja Schmitt

Die Kfz-Steuer muss steigen, Vergünstigungen für Plug-in-Hybride und Verbrenner müssen wegfallen. Das fordern mehrere Umweltverbände in einem Brief an Olaf Scholz.

Keine staatliche Förderung für Plug-in-Hybride mehr: Somit fiele auch der Kia Ceed durchs Vergünstigungsraster.
Keine staatliche Förderung für Plug-in-Hybride mehr: Somit fiele auch der Kia Ceed durchs Vergünstigungsraster.
(Bild: Kia)

Umweltverbände fordern für mehr Klimaschutz eine Reform der Kfz-Steuer und der Dienstwagenbesteuerung. Außerdem sollten sämtliche Förderungen für Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge beendet werden, heißt es in einem am Freitag (28. Mai) veröffentlichten Brief an Finanzminister Olaf Scholz (SPD). Das Schreiben stammt unter anderem vom BUND, Greenpeace und der Deutschen Umwelthilfe.

„Die Regierung widerspricht sich, wenn sie sich zu höheren Klimazielen verpflichtet und gleichzeitig weiterhin klimaschädliche Plug-in-Hybride sowie Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor massiv subventioniert“, heißt es in dem Brief. Die Kfz-Steuer und die Dienstwagenbesteuerung müssten auf den Klimaschutz ausgerichtet werden. Verwiesen wird auf die geplante Novelle des Klimaschutzgesetzes mit höheren Klimazielen, als Reaktion auf das Klimaurteil des Bundesverfassungsgerichts.

Dienstwagen: Nur 5,5 Prozent sind reine Stromer

Damit die Klimaziele für 2030 erreicht werden könnten und die Mobilitätswende sowohl ökologisch als auch sozialverträglich gestaltet werden kann, bedürfe es sofortiger Maßnahmen, heißt es. Bei Dienstwagen würden aktuell nur 5,5 Prozent rein batterieelektrisch betrieben. Mit einer Reform sollte das Steuerprivileg des Dienstwagens sozial gerecht abgebaut und die Besteuerung klimapolitisch umgestaltet werden.

Kfz-Steuer soll steigen

Die jährliche Kfz-Steuer reiche aufgrund ihres niedrigen Niveaus nicht aus, um Einfluss auf Kaufentscheidungen für Neuwagen zu haben. Die Kfz-Steuer sollte stark angehoben werden und bei Neuwagen auf dem Gewicht sowie den Kohlendioxid-Emissionen der Fahrzeuge basieren. Die Kaufprämie für E-Autos sollte um eine CO2-basierte Zulassungssteuer ergänzt werden. So könne ein wirksames Bonus-Malus-System entstehen.

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