Maritime Anwendungen Rolls-Royce erhält Methanol-Ready-Zertifikat für mtu-Marinemotoren

Von Stefanie Eckardt 1 min Lesedauer

Die internationale Klassifikationsgesellschaft DNV hat Rolls-Royce für seine aktuellen mtu-Motoren der Baureihen 4000 das Methanol-Readiness-Zertifikat ausgestellt. für seine aktuellen mtu-Motoren der Baureihen 4000 erhalten. Damit bestätigt die DNV das Technologie-Konzept, mit dem sich neu gebaute Schiffsantriebe des Unternehmens zukünftig auf einen Dual-Fuel-Betrieb mit Methanol umrüsten lassen.

Die mtu-Marinemotoren von Rolls-Royce haben das Methanol-Readiness-Zertifikat erhalten.(Bild:  Rolls Royce)
Die mtu-Marinemotoren von Rolls-Royce haben das Methanol-Readiness-Zertifikat erhalten.
(Bild: Rolls Royce)

„Die ungewisse Entwicklung der CO2-Gesetzgebung erhöht bei vielen Schiffsbetreibern den Wunsch nach mehr Flexibilität bei Antrieb und Kraftstoff“, erklärt Lukas Köhler, Senior Vice President Global Marine & Mining bei Rolls-Royce Power Systems und betont: „Mit dem Methanol-Ready-Zertifikat geben wir unseren Kunden die Sicherheit, ihre Schiffe künftig auch mit Methanol betreiben zu können, sobald der Kraftstoff ausreichend verfügbar ist.“

Methanol mit Zukunftspotenzial

Rolls-Royce hatte 2025 bereits auf dem Prüfstand in Friedrichshafen schnelllaufenden Schiffsmotor erfolgreich getestet, der ausschließlich mit Methanol betrieben wird. Inzwischen hat das Unternehmen auf verschiedenen Prüfständen mehr als 5.000 Betriebsstunden mit Methanol im Single- und Dual-Fuelbetrieb absolviert und ausgewertet. „Diese umfangreichen Erkenntnisse bilden eine starke Grundlage für unser Umrüstkonzept auf Methanol“, so Lukas Köhler. „Wir sehen grünes Methanol als wichtigen künftigen Kraftstoff für verschiedenste Marine-Anwendungen, insbesondere für Offshore-Schiffe, Fähren und Megayachten […].“ Grünes Methanol verursacht bei der Verbrennung deutlich niedrigere Stickoxid- und Partikel-Emissionen als Diesel. In der Well-to-Wake-Betrachtung – also von der Quelle bis zum Kielwasser – weist es einen deutlich geringeren CO2-Footprint als fossile Kraftstoffe auf.

Nachhaltige Kraftstoffe im Fokus

Rolls-Royce arbeitet daran, wirksame Wege zur Senkung von CO2-Emissionen zu eröffnen. Bereits 2021 hat das Unternehme etliche Motoren seiner mtu-Serie für HVO und weitere nachhaltige Kraftstoffe der DIN EN 15940 getestet und freigegeben. Im Rahmen der Partnerschaft mit dem deutschen E-Fuel-Hersteller Ineratec schloss man zudem im Frühjahr dieses Jahres eine Laborprüfung des erneuerbaren synthetischen Kraftstoffs Matera e-Diesel ab. (se)

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