Mikromobilität Nächster Mega-Deal – E-Scooter-Wettrüsten geht weiter

Autor: Christoph Seyerlein

Nach Tier und Lime sorgt binnen kurzer Zeit das dritte E-Scooter-Start-up für positive Schlagzeilen: Voi hat 160 Millionen Dollar eingesammelt. Was die Schweden damit vorhaben.

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Voi hat in einer Finanzierungsrunde 160 Millionen Dollar eingesammelt.
Voi hat in einer Finanzierungsrunde 160 Millionen Dollar eingesammelt.
(Bild: Voi)

Auf den Hype im Sommer 2019 folgte ein tiefes Corona-Loch. Nun erwarten Experten eine Konsolidierungswelle im E-Scooter-Business. Und die großen Player bringen sich dafür offenbar zunehmend in Stellung. Nach Tier und Lime meldete sich nun auch Voi zu Wort.

Der schwedische Anbieter hat nach eigenen Angaben in einer C-Finanzierungsrunde 160 Millionen Dollar eingesammelt. Gemeinsam mit 30 Millionen Dollar, die Voi bereits im Sommer von Investoren erhalten hat, erhöht sich die Gesamtfinanzierung des Start-ups in den letzten vier Monaten damit auf 190 Millionen Dollar.

Zu den Investoren in der aktuellen Runde zählten unter anderem der Digital-Riese Raine Growth (Soundcloud, Vice, Houseparty, Zumba Fitness, ...) die Gründer von Delivery Hero und Klarna und einige mehr.

Jason Schretter von Raine Growth erklärte: „Drei Jahre des Wandels haben in nur sechs Monaten stattgefunden und wir sind zuversichtlich, dass wir erst am Anfang dieses Trends stehen.“ In Voi habe man investiert, da der Anbieter die meisten Lizenzmarktanteile in Europa und eine höhere Kapitaleffizienz als der Wettbewerb vorzuweisen habe.

Geld soll reinvestiert werden

Das frische Kapital wollen die Schweden nach eigenen Angaben vor allem in Forschung und Entwicklung stecken. Beispielsweise arbeitet Voi an einem Parkstationenmodell für E-Scooter, das im Sommer bereits in Stuttgart getestet wurde. Ein weiterer Fokus soll auf dem jüngsten Rollermodell Voiager 4 liegen.

Voi ist derzeit in mehr als 50 Städten in elf europäischen Ländern präsent. Nach eigenen Angaben gab es bislang mehr als 30 Millionen Fahrten mit den E-Scootern der Schweden. Sie konkurrieren beispielsweise mit Tier. Die Berliner hatten zuletzt sogar 250 Millionen Dollar einsammeln können. Mit Lime hatte ein weiterer Wettbewerber kürzlich zudem vermeldet, erstmals ein profitables Quartal hingelegt zu haben.

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 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«