Elektromobilität Xiaomi: Neues Tochterunternehmen produziert Akkus und Elektromotoren

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

Das chinesische Unternehmen Xiaomi, das nicht nur Unterhaltungselektronik fertigt, sondern auch Elektrofahrzeuge baut, hat eine Tochtergesellschaft gegründet, die sich auf die Produktion von Batterien und Elektromotoren konzentriert. Ende April wurde die Beijing Xiaomi Jingxu Technology offiziell gegründet.

Um seine E-Auto-Produktion unabhängiger zu gestalten, wird Xiaomi zukünftig Batterien und Elektromotoren selbst fertigen. Dazu hat man die Tochtergesellschaft Beijing Xiaomi Jingxu Technology gegründet.(Bild:  Xiaomi)
Um seine E-Auto-Produktion unabhängiger zu gestalten, wird Xiaomi zukünftig Batterien und Elektromotoren selbst fertigen. Dazu hat man die Tochtergesellschaft Beijing Xiaomi Jingxu Technology gegründet.
(Bild: Xiaomi)

Xiaomi Auto hat in der Elektromobilität bis jetzt eine zweigleisige Strategie verfolgt. Zum einen setzte man auf die eigene Forschung und Entwicklung. Des Weiteren arbeitete man eng mit Zulieferern zusammen. So entwickelte das Unternehmen gemeinsam mit Batteriehersteller CATL den CTP3.0-Batteriepack und arbeitete bei der Lithium-Eisenphosphat-Batterielösung mit BYD Fudi zusammen. Darüber hinaus entwickelte das Unternehmen im Bereich der Motoren eigenständig die HyperEngine V8s/V6s-Supermotoren mit einer maximalen Drehzahl von 27.200 U/min.

Mit der Gründung einer eigenen Tochter will Xiaomi nun seine Aktivitäten um eine eigene Fertigung erweitern

Unabhängiger in der Lieferkette

Beijing Xiaomi Jingxu Technology befindet sich indirekt zu 100 Prozent im Besitz der Xiaomi Intelligent Technology und geht mit einem Stammkapital von ca. 1,39 Millionen US-Dollar an den Start. Das neugegründete Unternehmen beschäftigt sich vor allem mit der Produktion zentraler E-Auto-Komponenten, wie Batterien, Elektromotoren und elektrische Steuerungselemente. Damit kann Xiaomi in der Lieferkette unabhängiger agieren. Kein Wunder, denn allein die Antriebsbatterie macht etwa 40 bis 50 Prozent der Gesamtfahrzeugkosten aus, während der Antriebsmotor und die elektronische Steuerung zusammen noch 10 bis 15 Prozent ausmachen. Nach der Gründung des neuen Unternehmens kann die eigenständige Fertigung von Kernkomponenten effektiv gegen Schwankungen der Rohstoffpreise absichern und einen solideren Schutzwall für die Lieferkette aufbauen.

Hohe Nachfrage, aber Produktionskapazitäten sind Herausforderung

Die neue Tochter spielt angesichts Xiaomis Auslieferungsziele eine strategische Rolle. In diesem Jahr will Xiaomi Auto 550.000 Fahrzeuge absetzen. Momentan sind allerdings – angesichts der hohen Nachfrage – Produktionskapazität und Auslieferung eine große Herausforderung für Xiaomi Auto. Bis zum 6. Mai wurden etwa 30.000 Einheiten des neuen SU7 ausgeliefert, was bedeutet, dass mehr als 50.000 Bestellungen in der Warteschlange auf ihre Produktion warten.

Positiv allerdings war, dass Xiaomi im März bekanntgeben konnte, dass man zwei Jahre nach Markteinführung des Xiaomi SU7 einen EBIT-Gewinn von umgerechnet über 110 Millionen Euro für seine Elektroauto-Sparte verzeichnete.  (se)

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