Neue Fabrik Kia will ab 2025 Spezialfahrzeuge in eigenem Werk fertigen

Von Andreas Wehner

Im koreanischen Hwasung soll eine neue Produktionsstätte entstehen, in der Fahrzeuge auf Basis einer Skateboard-Plattform vom Band laufen. Darauf lassen sich je nach Kundenwunsch unterschiedliche Aufbauten realisieren.

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Kia will ab 2025 mehr und mehr sogenannte Purpose-bulit Vehicles bauen und in diesem Bereich Marktführer werden.
Kia will ab 2025 mehr und mehr sogenannte Purpose-bulit Vehicles bauen und in diesem Bereich Marktführer werden.
(Bild: Kia)

Kia baut ab 2023 ein neues Werk für sogenannte Purpose-built Vehicles (PBV). In der Fabrik im koreanischen Hwasung sollen künftig Fahrzeuge auf Basis einer Skateboard-Plattform entstehen, die je nach Kundenwunsch für unterschiedliche Zwecke aufgebaut werden können. Wie der koreanische Autobauer am Mittwoch mitteilte, ist der Start der kommerziellen Produktion ist für die zweite Jahreshälfte 2025 vorgesehen.

Das Werk soll zunächst eine Jahreskapazität von 100.000 Einheiten haben, kann aber bei einem entsprechenden Wachstum des PBV-Marktes auf ein Produktionsvolumen von 150.000 Einheiten ausgebaut werden. Kia hat sich in seiner Unternehmensstrategie „Plan S“ zum Ziel gesetzt, bis 2030 Marktführer bei PBVs zu werden.

Zunächst will das Unternehmen PBVs auf Basis bestehender Fahrzeuge auf den Markt bringen. Den Anfang macht demnächst eine auf die Bedürfnisse koreanischer Taxiunternehmer zugeschnittene Version des Niro.

Skateboard-Plattform als Basis

Für das erste reine PBV-Modell von Kia, das in drei Jahren starten soll, hat der Autobauer die sogenannte „eS“-Skateboard-Plattform entwickelt. Sie kann Spezialfahrzeugen verschiedener Größe als Basis dienen, um unterschiedlichen Anforderungen gerecht zu werden. Nach der Markteinführung des Modells mit dem Codenamen SW will Kia seine Produktpalette erweitern auf Bereiche wie fahrerlose Kleinstfahrzeuge, allgemeine Logistik, Transport frischer Nahrungsmittel, mehrsitzige Shuttlefahrzeuge und große PBVs, die als mobile Büros oder Shops genutzt werden können.

„Wir werden zunächst mit derivativen PBV-Modellen neue Märkte erkunden und unsere Präsenz auf den globalen Märkten dann schrittweise durch dedizierte PBV-Modelle mit autonomen Fahrtechnologien ausbauen“, sagt Ho Sung Song, Präsident und CEO der Kia Corporation. Jedes neue Kia-Spezialfahrzeug wird mit Over-the-Air-Funktionen (OTA) ausgestattet sein, um die Fahrzeugsoftware drahtlos und in Echtzeit aktualisieren zu können.

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