Elektromobilität Sono Motors muss Insolvenzverfahren eröffnen

Von Stefanie Eckardt 1 min Lesedauer

Mit der Entwicklung des Solar-Elektrofahrzeugs Sion erzeugte das Münchner Start-Up Sono Motors 2016 internationale Aufmerksamkeit. Zehn Jahre später muss das Unternehmen nun Insolvenz anmelden. Die Marke Sono Solar sowie das dazugehörige B2B-Geschäft als Zulieferer von Solar-Technologie für Fahrzeughersteller und Flotten steht ab sofort zum Verkauf.

Sono Motors hat zum 31. Juli 2026 das operative Geschäft eingestellt und ein Insolvenzverfahren eröffnet.(Bild:  Sono Motors)
Sono Motors hat zum 31. Juli 2026 das operative Geschäft eingestellt und ein Insolvenzverfahren eröffnet.
(Bild: Sono Motors)

Sono Motors hat zum 31. Juli 2026 das operative Geschäft eingestellt und ein Insolvenzverfahren eröffnet. Das Unternehmen, das ab 2016 durch die Entwicklung des Solar-Elektroautos Sion internationale Bekanntheit erlangte und sich seit 2024 auf das B2B-Solargeschäft konzentrierte, konnte sich zuletzt trotz intensiver und vielversprechender Investorengespräche im Rahmen einer Sanierungsphase keine tragfähige Finanzierung sichern. Das Sanierungsverfahren wurde notwendig, nachdem im März 2026 der Hauptinvestor Sono Group seinen sofortigen Rückzug aus der Solarsparte veröffentlicht hatte. Nun stehen die Marke Sono Solar sowie das dazugehörige B2B-Geschäft als Zulieferer von Solar-Technologie für Fahrzeughersteller und Flotten zum Verkauf. Dabei konnte Sono Solar erst im April sein Portfolio um eine eigene Solarmodullinie erweitern.

Technologisches Kernportfolio wird verkauft

Die Geschäftsführer Denis Azhar und Jan Schiermeister fokussieren sich auf die Veräußerung des technologischen Kernportfolios. Zum Verkauf stehen das gesamte geistige Eigentum (IP), Hardware-Komponenten und technische Dokumentationen. Dazu zählen die spezifische Solar-Integration des Fahrzeugmodells Sion, Leistungselektronik beispielsweise Solarladeregler für Fahrzeuge und Solar Data Services. „Dass wir die Finanzierung letztlich nicht sichern konnten, ist eine herbe Enttäuschung, nachdem wir die Gespräche mit Investoren bis zuletzt intensiv geführt haben“, erklärt Geschäftsführer Denis Azhar. „Gleichzeitig kennen wir den Wert der Technologie, die unser Team aufgebaut hat. Das Know-how einer Dekade Solar-Mobilität ist einzigartig. Unser Fokus liegt jetzt darauf, Käufer zu finden, der unsere marktreifen Produkte weiterführt und das technologische Potenzial von Sono Solar erkennt, das Gesamtgeschäft oder Teile davon erwirbt und skaliert.“

Maßstäbe hinsichtlich Performance und Langlebigkeit von fahrzeugintegrierten Solarmodulen zu setzen. (se)

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