Intelligente Leistungsschalter Infineon stellt SPOC Wire Guard 12‑V‑Automotive‑eFuse für SDVs vor

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Infineon Technologies hat sein Portfolio zur Leistungsverteilung in Fahrzeugen um den SPOC Wire Guard BTS80009-SWPx-1ES erweitert. Dabei handelt es sich um einen 12-V-Automotive-eFuse mit SPI-Schnittstelle. Die Komponente ist für neue E/E-Architekturen ausgelegt, die Software-definierte Fahrzeugkonzepte mit Over-the-Air-Updates unterstützen.

Infineon hat den SPOC Wire Guard BTS80009 SWPx 1ES  für neue E/E-Architekturen entwickelt, die SDVs mit Over-the-Air-Updates unterstützen.(Bild:  Infineon Technologies)
Infineon hat den SPOC Wire Guard BTS80009 SWPx 1ES für neue E/E-Architekturen entwickelt, die SDVs mit Over-the-Air-Updates unterstützen.
(Bild: Infineon Technologies)

Als erstes Mitglied einer neuen Smart-Power-Switch-Familie kombiniert der SPOC Wire Guard BTS80009-SWPx-1ES Automotive-eFuse einen geschützten High-Side-Schalter mit integriertem I²t-Leitungsschutz, Software-Konfigurierbarkeit und erweiterter Diagnose. Die Komponente bietet eine Fehlerisolation im Mikrosekundenbereich sowie präzise Strommessung und vermeidet so ein Überdimensionieren des Leistungsquerschnitts im Vergleich zu herkömmlichen Schmelzsicherungen. Gleichzeitig sorgt sie für eine hochverfügbare, störungsfreie Stromversorgung. Für dauerhaft versorgte Lasten verfügt die eFuse über einen dedizierten Ruhemodus mit einem Stromverbrauch von nur wenigen Mikroampere bei vollständig erhaltenem Schutz. Um die Anzahl an I/O-PINs am Mikrocontroller zu minimieren, ist die 24-Bit-SPI-Schnittstelle als Daisy-Chain-fähig ausgelegt.

Konfigurations- und Schutzparameter per Software anpassen

Um die Wiederverwendung derselben Plattform über verschiedene Fahrzeugvarianten hinweg zu unterstützen, lassen sich Konfigurations- und Schutzparameter per Software für jede Variante anpassen. Darüber hinaus stellt der SPOC Wire Guard Echtzeit-Statusinformationen, Vorwarnmeldungen und weitere Diagnosedaten bereit, um die Fahrzeugverfügbarkeit zu verbessern und Optimierungen über den gesamten Fahrzeuglebenszyklus zu ermöglichen.

Der SPOC Wire Guard adressiert zudem die wachsenden Anforderungen an die Funktionen von Fahrerassistenzsystemen und bietet Fail-Operational-Fähigkeiten von L2++ bis L5. Er ist als Safety Element out of Context (SEooC) für Systeme bis ASIL-D gemäß ISO 26262 qualifiziert. Ein integrierter nichtflüchtiger Speicher ermöglicht die Konfiguration eines anwendungsspezifischen sicheren Zustands. Bei Spannungseinbrüchen durch Lastfehler kann das Bauteil autonom reagieren, um das Bordnetz zu schützen. Die Ein-Kanal-Architektur verhindert, dass sich Fehler auf andere Ausgänge ausbreiten.

Erster Baustein verfügbar, drei weitere Varianten folgen

Das erste Mitglied der Produktfamilie, der SPOC Wire Guard BTS80009-SWPx-1ES, ist in vier Varianten mit skalierbarem Funktionsumfang (A, I, P und F) erhältlich und für Ströme bis 34,5 A ausgelegt. Er ersetzt Gate-Treiber-ICs sowie MOSFET- und Shunt-Kombinationen und reduziert den Leiterplattenbedarf erheblich.

Der BTS80009-SWPx-1ES ist ab sofort in Serie verfügbar. Drei weitere RDS(on)-Varianten sollen nach Unternehmensaussagen bis Ende 2026. (se)

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