Partnerschaft SDV: Neue Klasse integriert Komponenten für Zentralcomputer von Infineon

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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BMW setzt bei seiner Neuen Klasse auf die Komponenten von Halbleiterhersteller Infineon. Die integrierte und flexible E/E-Architektur der Fahrzeugplattform ist ein Beispiel dafür, wie sicherere, intelligentere und nachhaltigere Mobilitätslösungen aussehen können. Infineon ermöglicht darin eine zuverlässige Rechenleistung, schnelle Datenverbindungen sowie ein intelligentes und effizientes Energiemanagement.

Komponenten von Infineon ermöglichen eine schnelle Datenverarbeitung und -Kommunikation sowie ein effizientes Energiemanagement in BMW's Neuer Klasse.(Bild:  BMW)
Komponenten von Infineon ermöglichen eine schnelle Datenverarbeitung und -Kommunikation sowie ein effizientes Energiemanagement in BMW's Neuer Klasse.
(Bild: BMW)

Die Neue Klasse des Münchner Autobauers verfügt über eine E/E-Architektur, mit der sich der Funktionsumfang der Fahrzeuge skalieren und aktualisieren lässt. Sie nutzt dafür Komponenten von Infineon für Software-definierte Fahrzeuge (Software-defined Vehicles, SDVs), Baureihe und Traveo Mikrocontroller, Ethernet-Konnektivitätslösungen aus der Brightlane-Familie, Optireg Power-Management-ICs sowie Profet Smart-Power-Switches und eFuses. Die Architektur sorgt dafür, dass sich Software und Hardware besser entkoppeln lassen und ermöglicht somit Over-the-Air-Funktionen und Software-Updates (SOTA) ohne Eingriffe in die Hardware.

Schnelle Datenverarbeitung

Das Herzstück dieser Architektur bilden vier leistungsstarke zentrale Steuergeräte, die der Autobauer als „Superbrains“ bezeichnet. Eines der Steuergeräte ist „Heart of Joy“, das die Fahrdynamikfunktionen wie Beschleunigung, Bremsen und Lenkung steuert. Die ECU verarbeitet Daten schneller als bisherige Systeme und minimiert die Latenzzeiten. Der Fahrer profitiert von geschmeidigerem Fahrverhalten sowie einem dynamischen und responsiveren Fahrerlebnis. Darüber hinaus erhöht eine verbesserte Rekuperation die Reichweite des Fahrzeugs erheblich. Um diese präzise Fahrzeugleistung sicher auf die Straße zu bringen, setzt BMW für die Rechenleistung des Systems vollständig auf Mikrocontroller von Infineon. Das Kernstück ist dabei der neue Aurix TC4D Mikrocontroller. Zudem ist das „Heart of Joy“ über schnelles Ethernet auf der Basis von Brightlane mit den anderen Systemen verbunden.

Die anderen drei ECUs steuern das automatisierte Fahren, Infotainment und Basisfunktionen des Fahrzeugs. Alle vier „Superbrains“ werden von drei separaten Zonensteuergeräten unterstützt, die ebenfalls vollständig auf Mikrocontrollern von Infineon basieren. Sie optimieren den Datenfluss und die Stromverteilung, während Endpunkt-Steuergeräte kritische Anwendungen wie Traktionsumrichter, Batteriemanagement und On-Board-Charger regeln.

Kürzerer Kabelbaum und intelligente Stromverteilung

Das zonale Design der Fahrzeugplattform erhöht zudem die Effizienz und reduziert den Materialeinsatz: Der Kabelbaum des BMW iX3 ist weniger komplex und insgesamt rund 600 Meter kürzer als Kabelbäume in früheren Fahrzeuggenerationen – und damit etwa 30 Prozent leichter. Außerdem ersetzen intelligente eFuses des Halbleiterherstellers bis zu 150 herkömmliche Sicherungen pro Fahrzeug. Dadurch lässt sich eine intelligente und effiziente Stromverteilung über die gesamte E/E-Architektur hinweg umsetzen. Die eFuses unterstützen ein Software-gesteuertes Energiemanagement, das die Stromversorgung passgenau dynamisch anpasst. Je nach Fahrzeugzustand, beispielsweise beim Laden, Fahren, Parken oder bei Software-Updates, werden nicht benötigte Verbraucher abgeschaltet. Dadurch verbessert sich die Energieeffizienz um rund 20 Prozent. (se)

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