Autonomer Minibus Heat-Shuttle ist zurück in der Hafencity – mit neuen Funktionen

Redakteur: Svenja Gelowicz

Selbstständige Spurwechsel, links abbiegen, Kreuzungen meistern: Das Shuttle „Heat“ erwacht aus seiner Winterpause mit neuen Funktionen. Wo das Projekt in Hamburg nun steht.

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Im Projekt „Heat“ erprobt die Hochbahn mit verschiedenen Projektpartnern ein autonomes Shuttle.
Im Projekt „Heat“ erprobt die Hochbahn mit verschiedenen Projektpartnern ein autonomes Shuttle.
(Bild: Hochbahn)

Drei Monate hat das autonome Shuttle Heat (Hamburg Electric Autonomous Transportation) in einer Winterpause verbracht. Nun ist der autonome Minibus wieder in Hamburg unterwegs und kreist über die gesamte knapp zwei Kilometer lange Teststrecke in der Hafencity. Das Fahrzeug fährt dabei bis zu 25 Stundenkilometer.

„Über die Wintermonate haben wir der Automated-Driving-Technik des Shuttles ein umfangreiches Update verpasst. Die Sensoren wurden auf den neuesten Stand der Technik gebracht und ein zusätzlicher Lidar-Sensor installiert. Damit ist das Shuttle nun bestens gerüstet, um auf der erweiterten, mehrspurigen Teststrecke selbstständig die Fahrspur zu wechseln, links abzubiegen und Kreuzungen zu queren“, sagte IAV-Chef Matthias Kratzsch in einer Mitteilung am Montag. Der Engineering-Spezialist aus Berlin hat das Fahrzeug für das Projekt entwickelt.

Die Teststrecke ist nun 1,8 Kilometer lang. Zuvor war das autonome Fahrzeug nur auf einem Teilabschnitt unterwegs. Siemens Mobility, die als Projektpartner die Straßen in der Hafencity hochrüsten, habe derweil neue Infrastruktur-Aufbauten in Betrieb genommen.

Heat: 600 Passagiere auf Testfahrt

Insgesamt sind bereits knapp 600 Passagiere im Shuttle mitgefahren, heißt es in der Mitteilung weiter. Ab Spätsommer sollen Fahrgäste dann den Minibus auf dem gesamten Rundkurs mit fünf Haltestellen nutzen können. Ein Begleitfahrer ist aus Sicherheitsgründen mit an Bord.

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