Mikromobilität E-Scooter: Spin will Berlins Randbezirke erobern

Autor: Christoph Seyerlein

In Berlins Stadtzentrum tummeln sich die E-Scooter-Verleiher. Mit Bolt, Jump, Tier, Bird, Lime und Voi sind dort sechs Konkurrenten vertreten. Mit Spin zieht es nun einen weiteren in die Hauptstadt – allerdings mit einem etwas anderen Ansatz.

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Mit dem Start in Berlin gibt es Spin in Deutschland nun auch erstmals außerhalb Nordrhein-Westfalens.
Mit dem Start in Berlin gibt es Spin in Deutschland nun auch erstmals außerhalb Nordrhein-Westfalens.
(Bild: Spin)

In den Zentren größerer Städte sind E-Scooter mittlerweile fast überall präsent. Manchen sogar zu präsent, wie beispielsweise die hitzige Diskussionen um die elektrischen Roller in Köln zeigen. Verlässt man allerdings die Innenstädte, wird es oft noch sehr dünn mit der Abdeckung. Das will sich jetzt die Ford-Tochter Spin in Berlin zunutze machen.

Der E-Scooter-Verleiher expandiert hierzulande erstmals außerhalb Nordrhein-Westfalens. In Berlin hat sich das Unternehmen aber eben nicht die schon gut versorgten Zentrums-Bezirke ausgeguckt. Stattdessen startet Spin im Treptow-Köpenicker Ortsteil Adlershof.

Etwa 120 E-Scooter wird der Verleiher dort aufstellen. Als Kerngebiet will Spin damit Strecken von der S-Bahn zum Technologiepark oder bis Alt-Adlershof abdecken. „Im Stadtkern gibt es mehr als genug Angebote für Sharing Mobility“, heißt es in einer Mitteilung. Daher sei es umso wichtiger, auch die Berliner Randbezirke zu versorgen. In Berlin gibt es der Stadtverwaltung zufolge mit Bolt, Jump, Tier, Bird, Lime und Voi bislang bereits sechs E-Scooter-Verleiher.

Spin kooperiert mit Swobbee

Spin will in Adlershof aber nicht nur damit punkten, einfach Scooter zu verteilen. Auch mit einem Nachhaltigkeitskonzept will die Ford-Tochter Interessenten von sich überzeugen. Das Unternehmen setzt bei seinen Rollern auf Wechselakkus.

Dabei arbeitet Spin mit der Berliner Battery-as-a-Service-Firma Swobbee zusammen. Diese stellt ihre Infrastruktur aus Batteriewechselstationen zur Verfügung. Spin-Mitarbeiter können daraus geladene Akkus entnehmen und per Lastenrad an die E-Scooter verteilen. Damit muss der Anbieter die Roller zum Nachladen nicht extra einsammeln. Auch andere Scooter-Verleiher setzen bereits auf Swobbee: Beispielsweise hatte Tier zuletzt ein Pilotprojekt mit dem Unternehmen in Düsseldorf gestartet.

Perspektivisch könnte auch die Buchung der Spin-Scooter flexibler möglich sein. An anderen Standorten arbeitet das Unternehmen bereits mit der Mobilitäts-App Moovit zusammen. Beispielsweise hat diese die Roller der Ford-Tochter bereits an 16 Standorten in Nordrhein-Westfalen in ihr Angebot integriert. Weitere Städte sollen folgen, Berlin wäre dabei ein logisches Ziel. Exklusiv ist Spin bei Moovit allerdings nicht vertreten: Ganz aktuell hat die Plattform beispielsweise auch das Angebot des Wettbewerbs Lime in mehr als 100 Städten integriert.

Über Spin

Spin ist ein eigenständiges Tochterunternehmen der Ford Motor Company mit Hauptsitz in San Francisco. In den USA ist die Marke mit ihren orangefarbenen E-Scootern an über 60 Standorten vertreten. In Deutschland ist Spin seit Mitte 2020 in rund 15 Klein- und Großstädten in Nordrhein-Westfalen aktiv.

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 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Fachredakteur Next Mobility