Bahntechnik Vossloh will Lidar-Spezialisten Cordel übernehmen

Von Stefanie Eckardt 1 min Lesedauer

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Digitale Bahn-Lösungen stehen auf der Prioritätenliste von Vossloh weit oben. Im Rahmen dessen will das Unternehmen den britischen Anbieter von Lidar-basierenden Bildgebungstechnologien für die automatisierte Inspektion von Bahnstrecken erwerben.

Vossloh plant die Übernahme von Lidar-Spezialist Cordel.(Bild:  Vossloh)
Vossloh plant die Übernahme von Lidar-Spezialist Cordel.
(Bild: Vossloh)

Cordel als Anbieter von Hard- und Software für die globale Bahnindustrie zur Erfassung, Verarbeitung und Analyse digitaler Vermessungsbilder und Punktwolken in Bahnkorridoren, stellt Lidar-basierte Bildgebungstechnologien bereit, um die Inspektion von Bahnstrecken zu automatisieren. Auf Zügen installierte Lasermessgeräte werden verwendet, um dreidimensionale Abbilder der Umgebung zu erstellen. So lassen sich Probleme wie ein unebenes Schotterbett und potenzielle Hindernisse durch Äste oder tief hängende Oberleitungen frühzeitig erkennen. Die gesammelten Daten werden mithilfe von künstlicher Intelligenz ausgewertet.

Die Lösungen von Cordel werden von Bahnbetreibern in Großbritannien, im Nahen Osten, in Nordamerika und Australien eingesetzt, darunter Amtrak in den USA und Network Rail in Großbritannien. Cordel ist mit mehr als sechs Konzerngesellschaften in drei Ländern mit 42 Mitarbeitern tätig.

Lidar-basierende Bildgebungs- und Laserinspektionstechnologie kombinieren

Die Kombination der Technologien von Cordel mit der bestehenden Laserinspektionstechnologie von Vossloh soll dazu beitragen, automatisierte Gleisinspektionssysteme mit kontinuierlicher Überwachung von Bahnstrecken zu kombinieren. 2025 haben beide Unternehmen ein gemeinsames Pilotprojekt in Kontinentaleuropa durchgeführt, um die technische Machbarkeit der Kombination zu prüfen.

Das geplante Angebot für die Aktien der Cordel Group PLC, die am AIM-Markt der London Stock Exchange notiert ist, soll im Wege eines gerichtlich bestätigten „Scheme of Arrangement“ nach englischem Recht umgesetzt werden. Unter den Bedingungen der Transaktion wird Cordel mit rund 29 Millionen britischen Pfund bewertet, was etwa 33 Millionen Euro entspricht. Die Aktionäre von Cordel würden 12,4 Pence je Aktie erhalten. Der Vorstand von Cordel beabsichtigt, seinen Aktionären Cordel einstimmig zu empfehlen, das Angebot anzunehmen. Der Vollzug steht unter bestimmten Bedingungen, einschließlich der Zustimmung der Cordel-Aktionäre und der zuständigen Behörden im Vereinigten Königreich, und wird derzeit im Verlauf des dritten Quartals 2026 erwartet. (se)

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