Maritime Anwendungen Kiellegung Modularis: Schwimmende Plattform testet Technologien auf See

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt feierte am 20. Mai 2026 die Kiellegung seiner seegängigen Technologieplattform Modularis in Flensburg. Damit startet offiziell die Montage des Schiffs, das als schwimmendes Labor für neue maritime Technologien dienen soll.

Feiern die Kiellegung von Modularis: Manuel Ortuño, Lloyd’s Register, Frank Mallon, FSG Shipyard, Thorsten Rönner, Lloyd Werft Bremerhaven, Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla, DLR, Prof. Sören Ehlers,  DLR-Institut für Maritime Technologien und Antriebssysteme, Prof. Meike Jipp, DLR, Prof. Karsten Lemmer, DLR (vlnr).(Bild:  DLR Fotomedien KP)
Feiern die Kiellegung von Modularis: Manuel Ortuño, Lloyd’s Register, Frank Mallon, FSG Shipyard, Thorsten Rönner, Lloyd Werft Bremerhaven, Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla, DLR, Prof. Sören Ehlers, DLR-Institut für Maritime Technologien und Antriebssysteme, Prof. Meike Jipp, DLR, Prof. Karsten Lemmer, DLR (vlnr).
(Bild: DLR Fotomedien KP)

Der Name Modularis setzt sich zusammen aus „modular“ und dem lateinische Substantiv „maris“, zu Deutsch „des Meeres“ und beschreibt somit bereits seinen Aufgabenbereich: Die Plattform soll für die Erprobung neuer Technologien unter realen Bedingungen auf See zum Einsatz kommen. Im Fokus stehen klimaverträgliche Antriebe, autonome Systeme sowie Anwendungen für Sicherheit und Verteidigung.

Klimaverträgliche Antriebe im Test

Das Schiff wird 48 Meter lang und 11,5 Meter breit sein und Platz für maximal 20 Personen bieten. Erprobungsfahrten sind vor allem in Nord- und Ostsee sowie im Mittelmeer geplant. Einsätze von bis zu sieben Tagen werden möglich sein.

Die Plattform weist redundante Sicherheits- und Steuerungssysteme auf. So können erstmals neuartige, noch nicht zertifizierte Energie-, Navigations- und Kommunikationssysteme erprobt werden. Das beschleunigt Entwicklungs- und Zertifizierungsprozesse. Ein digitaler Zwilling ermöglicht zudem umfassende Simulationen und Analysen als Vorbereitung und Ergänzung der praktischen Entwicklungsarbeiten.

An Bord wird das DLR unter anderem Brennstoffzellen-, Batterie-, Sensorik- und Automatisierungssysteme testen. Außerdem erproben sie den Einsatz unterschiedlicher Treibstoffe wie Methanol, Ammoniak oder Wasserstoff. Dazu wird das Schiff über einen experimentellen Maschinenraum verfügen. Zusätzlich ermöglicht die Technologieplattform den Einsatz unbemannter Systeme wie Drohnen.

Standort Kiel entwickelt sich

Mit Modularis als seegängiger Technologieplattform und der Infrastruktur in Kiel entsteht ein spannender Ort, um maritime Zukunftstechnologien zu entwickeln und zu erproben. Dieser trägt dazu bei, Schleswig-Holstein als Innovationsstandort zu srärken. Das DLR erweitert in Kiel auch seine Betriebsstätte: Auf dem MaK-Campus entstehen neue Büro-, Forschungs- und Laborflächen mit direktem Zugang zum Wasser.

Die Lloyd Werft Bremerhaven baut die maritime Technologieplattform federführend und hat den Rohbau als Unterauftrag an die FSG Shipyard in Flensburg vergeben. Beide Werften gehören zur Heinrich Rönner Gruppe. Im Herbst erfolgt die Überführung des Schiffs nach Bremerhaven. Nach der Fertigstellung 2027 wird das Schiff seinen Heimathafen in Kiel haben. (se)

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