Pressebericht BYD will beim Absatz in Deutschland schnell sechsstellig werden

Von Andreas Wehner

Mit wenigen großen Autohändlern organisiert der chinesische Elektroauto-Hersteller BYD den Verkauf seiner Autos in Deutschland. Das „Manager Magazin“ hat nun Details zu den Vertriebsplänen erfahren – und die sind ambitioniert.

(Bild: BYD)

Der chinesische E-Auto-Hersteller BYD will schon 2026 eine sechsstellige Anzahl Fahrzeuge in Deutschland verkaufen. 120.000 Einheiten stünden im Raum, berichtet das „Manager Magazin“ unter Berufung auf Teilnehmer einer Händlerveranstaltung. Am Markt mit reinen Elektroautos (BEV) wolle man schnell einen Anteil von 10 Prozent erreichen.

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Zum Vergleich: Tesla hatte in den ersten neuen Monaten dieses Jahres als Marktführer mit 38.458 Einheiten einen Anteil von 14,1 Prozent am deutschen BEV-Markt. Der chinesische Staatskonzern SAIC ist mit seiner Marke MG seit 2021 in Deutschland am Markt und erreichte von Januar bis September 2022 einen Marktanteil von 1,5 Prozent – Tendenz steigend.

BYD setzt für den Vertrieb in Deutschland auf die Zusammenarbeit mit sechs großen Händlergruppen – allesamt Mercedes- oder BMW-Händler: Reisacher, Riess und Senger, Sternauto, Sternpartner und Torpedo. Sie sollen jeweils einen Flagship-Store in München, Ravensburg, Köln, Berlin, Hamburg und Frankfurt betreiben. Koordiniert wird das Ganze von der schwedischen Hedin Mobility Group, die selbst einen eigenen Standort in Stuttgart eröffnen will.

Laut „Manager Magazin“ haben die BYD-Partner verhältnismäßig viele Freiheiten – anders als bei den deutschen Premiumherstellern, mit denen sie bisher zusammenarbeiten. Penible Standards soll es nicht geben.

Und das wichtigste: BYD verspricht eine gute Verfügbarkeit. Ein großer Vorteil des Unternehmens ist die eigene Batterieproduktion. BYD ist außerdem ein großer Elektronikhersteller und verfügt über eigene Chipkapazitäten. Was die BYD-Händler verkaufen können, sollen sie auch bekommen.

Zunächst bringt BYD drei Modelle auf den Markt: das Kompakt-SUV Atto 3, den deutlich größeren, siebensitzigen Tang sowie die Limousine Han. Wann genau die Modelle in Deutschland bestellbar sind, steht noch nicht fest. Laut BYD soll der Vertrieb aber noch in diesem Jahr starten.

Weitere Modelle stehen bereits in den Startlöchern. Die Mittelklasse-Limousine Seal könnte nach Informationen von »kfz-betrieb« noch im ersten Quartal 2023 in Europa bestellbar sein. Auch das Plug-in-Hybrid-SUV Song sowie der kompakte Dolphin könnten bald schon zu den europäischen Kunden rollen.

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