Umfrage Wer neue Mobilitätsdienste nutzt, ist damit fast immer zufrieden

Autor: Christoph Seyerlein

Noch nutzen nur wenige Deutsche neue Mobilitätsdienste. Doch diejenigen, die das tun, sind damit überwiegend zufrieden. Laut Bitkom würden sich noch viel mehr Bürger wünschen, überhaupt die Möglichkeit dazu zu haben.

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Viele Mobilitätsdienste sind in Deutschland bislang nur in größeren Städten verfügbar. Dabei besteht auch auf dem Land Interesse.
Viele Mobilitätsdienste sind in Deutschland bislang nur in größeren Städten verfügbar. Dabei besteht auch auf dem Land Interesse.
(Bild: Moia)

Wer einen Mobilitätsdienst nutzt, ist damit in der Regel zufrieden. Zu diesem Ergebnis kommt der Digital-Verband Bitkom nach einer Umfrage. Demnach schneiden Bike-Sharing (92 % positive Bewertungen), Car-Sharing (91 %) und E-Scooter-Sharing (87 %) bei der Kundenzufriedenheit sehr positiv ab. Das gilt auch für Ride-Pooling (86 %) und Ride-Hailing (84 %).

Mit solchen Werten konnten klassische ÖPNV-Angebote in der Umfrage nicht mithalten. Spitzenreiter bei der Kundenzufriedenheit in jener Gruppe war die Straßenbahn (71 %), gefolgt von der S-Bahn (68 %), dem Bus (64 %) und der U-Bahn (55 %). Am unzufriedensten zeigten sich Taxi-Nutzer (36 %).

Zu beachten ist dabei allerdings, dass die Menge der Antworten bei den öffentlichen Verkehrsmitteln deutlich größer ist als bei den Mobilitätsdiensten. ÖPNV wird schlichtweg noch deutlich häufiger genutzt. Am weitesten verbreitet ist offenbar bereits das Ride Pooling. 28 Prozent der insgesamt 1.003 Befragten gaben an, darauf schon einmal zurückgegriffen zu haben. Damit kann der „gefragteste“ Mobilitätsdienst aber bei Weitem nicht mit der Straßenbahn (68 %) oder der U-Bahn (67 %) mithalten.

Mehrheit würde autonome Fahrzeuge nutzen

Die noch nur sporadische Nutzung von Mobilitätsdiensten hängt auch mit der bislang nur spärlichen Verbreitung zusammen. Dabei besteht laut Bitkom auch außerhalb der Zentren Interesse an entsprechenden Angeboten. Beispielsweise würden 56 Prozent der Befragten gerne einmal Ride Pooling ausprobieren, die bisher keine Möglichkeit dazu hatten. Zwei Drittel aller Umfrageteilnehmer forderte von der Politik, neue Mobilitätsangebote stärker zu unterstützen.

Eine Mehrheit wäre dabei auch bereit, autonome Verkehrsmittel zu nutzen. Das gilt sowohl für S- und U-Bahn (je 62 %), Busse (56 %), aber auch Autos (57 %). Lediglich beim autonomen Fliegen gibt es noch deutliche Vorbehalte. Hier hatten nur 21 Prozent aller Befragten keine Vorbehalte. Generell rechnen aber viele, dass gerade das autonome Fahren schnell an Tempo gewinnen wird. 61 Prozent rechnen damit, dass spätestens in 20 Jahren mehr autonome als herkömmliche Pkw hierzulande unterwegs sein werden.

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 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Fachredakteur Next Mobility