Mobilitätsservices Was ein Carsharing-Fahrzeug wie Renaults EZ-1 können muss

Autor: Svenja Gelowicz

Einfach zu bedienen, leicht zu reinigen und günstig im Betrieb: Die Liste mit Anforderungen an Carsharing-Fahrzeuge ist lang. Renault feilt dafür an einem Prototyp, der in zwei Jahren durch Städte rollen soll.

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Patrick Lecharpy ist Design Direktor bei Mobilize: „Wir sollten eine Mobilitätslösung finden, die Anforderungen von Nutzern, Städten und Anbietern gleichermaßen perfekt erfüllt.”
Patrick Lecharpy ist Design Direktor bei Mobilize: „Wir sollten eine Mobilitätslösung finden, die Anforderungen von Nutzern, Städten und Anbietern gleichermaßen perfekt erfüllt.”
(Bild: Renault)

Ob für Carsharing, Parken oder Taxidienste: Eigene Mobilitätsangebote haben mittlerweile viele Autobauer. Der französische Hersteller Renault ist mit seinem Mobilitätsangebot Mobilize einen Schritt weitergegangen und hat ein eigenes Fahrzeug entwickelt, das speziell auf geteiltes Fahren abzielt: Den EZ-1, bislang noch ein Konzeptfahrzeug. Der Ministromer soll 2023 starten, Renault will ihn in sein Carsharing-Angebot integrieren.

Was ein Carsharing-Fahrzeug wie der EZ-1 können muss

Das Fahrzeug EZ-1 selbst sei von den Mobilitätsservices inspiriert worden. Und es entscheidet sich in einigen Punkten von Privat-Pkws – denn freilich könnte man sich fragen, warum Renault nicht einfach weiter den Stromer Zoe fürs Carsharing nutzt. „Ein Carsharing-Fahrzeug muss benutzerfreundlich, unkompliziert, vernetzt, an die Stadt angepasst, robust und modular sein“, heißt es von Renault. Außerdem müssen Herstellung, Wartung und Reinigung sehr einfach sein. Der EZ-1 soll besonders einfach zu fahren und zu verstehen sein für die ständig wechselnden Nutzer. Renault hat die Betriebskosten für das Carsharing-Fahrzeug optimiert und den Prototypen zur Hälfte mit recycelten Materialien gebaut. Am Ende seiner Lebensdauer soll er zu 95 Prozent recycelbar sein. Den EZ-1 sei daher nicht nur ein Transportmittel. Vielmehr stehe er für eine neue Herangehensweise an das Thema Shared Mobility, so Renault.

Patrick Lecharpy ist Design Direktor bei Mobilize und sagt: „Wir sollten eine Mobilitätslösung finden, die Anforderungen von Nutzern, Städten und Anbietern gleichermaßen perfekt erfüllt. Eine echte Herausforderung.” Denn die verschiedenen Parteien hätten verschiedene und zum Teil sogar gegensätzliche Anforderungen an die städtische Mobilität. Kommunen und Anbieter von geteilter Mobilität beschäftigen sich mit Themen rund um Parkraum, Stau, Umwelt oder Multimodalität. Für Nutzer wiederum muss eine Anwendung vor allem einfach und mit dem Smartphone zu organisieren sein.

Unser Ziel ist es, das beste End-to-End-Erlebnis zu bieten, beginnend mit dem ersten Service-Kontakt, also der Smartphone-App, bis zum ersten Kontakt mit dem Fahrzeug“, heißt es dazu von Renault auf Anfrage. Dazu will der Hersteller auch neue Angebote entwickeln.

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Svenja Gelowicz

Redakteurin im Ressort Management