Mobilitätsdienst Mikromobil von Renault: Der Twizy zum Teilen

Autor / Redakteur: Holger Holzer/SP-X / Tanja Schmitt

Der Renault Twizy zählt zu den Pionieren der E-Mobilität, konnte sich als Mittel individueller Mobilität aber nie wirklich durchsetzen. Der Nachfolger geht daher nun einen anderen Weg.  

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Im Twizy-Nachfolger finden zwei Personen hintereinander Platz.
Im Twizy-Nachfolger finden zwei Personen hintereinander Platz.
(Bild: Renault)

Der Renault Twizy bekommt einen Nachfolger. Das nun in Form der Studie Mobilize EZ-1 angekündigte Mikromobil soll Kernelement eines neuen Mobilitätsdienstes der Franzosen werden. In dem 2,30 Meter kurzen E-Fahrzeug haben zwei Passagiere hintereinander Platz, vor dem Wetter geschützt durch voll verglaste Türen. Im Sharing-Einsatz soll das Schmalspurfahrzeug per Handy freigeschaltet werden. Renault kündigt eine Abrechnung rein nach Nutzungsdauer beziehungsweise Kilometerleistung an. Ein Wechsel-Akku-System soll helfen, die Mikromobile rund um die Uhr geladen und einsatzfähig zu halten.  

Twizy: Nachhaltige Materialien

Nicht nur Antrieb und Nutzungskonzept wollen umweltfreundlich sein. Rund 50 Prozent der verwendeten Materialien stammen laut dem Hersteller aus dem Recycling, am Ende des Fahrzeuglebens sollen 95 Materialien wieder in die Kreislaufwirtschaft eingebracht werden.  

„Mobilize“: Renaults neue Mobilitätsmarke

Optisch orientiert sich der EZ-1 mit seiner schmalen Spur und der großen Passagier-Kuppel am Twizy. Die Formen fallen allerdings etwas kantiger und moderneraus. Zudem fehlt die Renault-Raute; stattdessen ziert der Schriftzug „Mobilize“ die Front. Dabei handelt es sich gleichzeitig um die neuen Mobilitätsmarke der Renault Group, die künftig unter anderem Carsharing-, Ride-Hailing-, Last-Mile-Delivery- und On-Demand-Transit-Angebote machen will. Neben der Serienversion des EZ-1 sollen mittelfristig weitere neue E-Mobile die Flotte füllen. Einen genauen Zeitplan nennt Renault allerdings nicht.

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