E-Transformation

Wann sich welcher Autohersteller vom Verbrennungsmotor verabschieden will

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Manche setzten auf diverse Technologien

Und ausgerechnet Johann Kistler, der Projektleiter des elektrischen BMW-Hoffnungsträgers iX, schwört auf die Technologie-Offenheit und eine lange Laufzeit von Benzinern und Dieseln: „Selbst wenn wir in ein paar Jahren 50 Prozent elektrifizierte Fahrzeuge verkaufen sollten, bleiben 50 Prozent an Kunden, die wir mit den Stromern nicht erreichen“, sagte der Ingenieur bei einer Besichtigung des Werks in Dingolfing mit Journalisten.

In der größten Fabrik der BMW Group laufen mit iX, 5er, 7er und 8er vom Diesel über den V8 und den Plug-in-Hybrid bis hin zum E-Motor alle Antriebsvarianten flexibel über ein Band. „Das ist die clevere Antwort auf die Fragen dieser Zeit“, so Kistler und erteilt kategorischen Ausstiegsszenarien eine Absage.

Kann die Lade-Infrastruktur mithalten?

Auch Albert Biermann will nicht allein an den Akku-Antrieb glauben. Das obwohl er als Entwicklungsvorstand von Hyundai und Kia eines der ambitioniertesten Elektrifizierungsprogramme in der Branche verantwortet. Dass er trotz mehrerer Dutzend neuer E-Autos auch im Pkw alternativ zur Batterie an der Brennstoffzelle festhält, begründet er vor allem mit Zweifeln an der Infrastruktur:

„Wir werden in den nächsten fünf bis zehn Jahren nie und nimmer genügend Ladesäulen in den einzelnen Ländern haben, um all die jetzt angekündigten Elektroautos ohne nennenswerte Wartezeiten mit Strom zu versorgen“.

Anreize für Kunden, um die Akzeptanz zu steigern

Damit legt Biermann den Finger in eine Wunde, die andere heilen müssen als die Hersteller: „Während die Autoindustrie mit ihren neuen E-Modellen in die Vollen geht und bald kaum mehr Wünsche unbefriedigt lässt, fehlen mir Initiativen der Politik und der Energieversorger“, sagt Strategieberater Radics. Es hake beim Ladenetzausbau und dem Anteil an erneuerbaren Energieträgern im Energiemix.

Und aus dem Beispiel Norwegen leitet er ab, wie wichtig kleine Vergünstigungen wie kostenloses Parken oder die Befreiung etwa von Tunnel- oder Mautgebühren für den Erfolg der E-Mobilität seien. „Hier muss mehr passieren, um die Akzeptanz weiter zu steigern.“

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