Mobilität Volkswagen steigt ins Fahrrad-Geschäft ein

Autor: Christoph Seyerlein

Über seine Finanztochter erweitert der Automobilkonzern sein Portfolio. Spartenchef Lars Henner Santelmann sieht im Fahrrad-Business „klare Parallelen zur Automobilindustrie“.

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Volkswagen-Financial-Chef Lars Henner Santelmann sieht im Fahrrad-Geschäft „klare Parallelen zur Automobilindustrie“.
Volkswagen-Financial-Chef Lars Henner Santelmann sieht im Fahrrad-Geschäft „klare Parallelen zur Automobilindustrie“.
(Bild: Volkswagen Financial Services)

Volkswagen erweitert über seine Finanzsparte Volkswagen Financial Services (VWFS) sein Portfolio. Das Tochterunternehmen mit Sitz in Hannover bietet künftig auch Leasing und Finanzierung von Fahrrädern an. In dem Zusammenhang übernimmt VWFS 26 Prozent der Anteile an der Digital Mobility Leasing GmbH. Die Volkswagen Bank kauft zudem 20 Prozent des österreichischen Fintechs Credi2 GmbH.

Außerdem gibt es eine Vertriebskooperation mit der Bike Mobility Services GmbH, einer Tochter des niederländischen Unternehmens Pon Bike. Jene Firma gilt als einer der fünf größten Player auf dem globalen Fahrradmarkt. Die Zusammenarbeit soll sicherstellen, dass Kunden in Deutschland beim Händler ihr Wunschfahrrad finden und den Vertrag vor Ort abschließen können.

Leasing für Firmenkunden, Finanzierung für Privatkäufer

Beim Leasing hat Volkswagen Firmenkunden im Blick. Interessenten verspricht der Konzern im Vergleich zum Kauf einen Preisvorteil von bis zu 35 Prozent. Mitarbeiter von Unternehmen können beim Fahrrad-Leasing einen Teil ihres Bruttogehalts umlegen. In Deutschland soll das VW-Angebot bei mehr als 3.000 Händlern verfügbar sein. Es gilt für alle Fahrräder zwischen 499 und 15.000 Euro.

Die Finanzierungsangebote richten sich dagegen an Privatkäufer. Dazu will VW die Marke „Finance a Bike“ etablieren. Interessenten können online einen Kredit zwischen 500 und 10.000 Euro beantragen. Ihr Wunschfahrrad können sie bei teilnehmenden Händlern direkt mitnehmen und die Finanzierung dort auch abschließen. Für Händler soll die Nutzung von „Finance a Bike“ kostenlos sein. Schon jetzt sollen rund 600 Partner in Deutschland das Finanzierungsmodell anbieten.

VWFS-Chef Lars Henner Santelmann erklärte, man verstehe sich schon seit Jahren als Komplettanbieter für Mobilität. „Durch die rasante Entwicklung bei E-Bikes können wir über absatzfördernde Finanzierungs- und Leasingangebote viele Kunden erreichen. Hier gibt es klare Parallelen zur Automobilindustrie“, so Santelmann.

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Entwicklungsredakteur