Elektromobilität Volkswagen startet Produktion des ID.Polo und des Cupra Raval

Von Stefanie Eckardt 3 min Lesedauer

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Im spanischen Martorell laufen ab sofort der Cupra Raval und der Volkswagen ID. Polo vom Band. Am feierlichen Produktionsstart im Werk von Seat & Cupra nahmen Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez, Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender des Volkswagen Konzerns, Thomas Schäfer, Mitglied des VW-Vorstands und Vorsitzender des Aufsichtsrats von Seat & Cupra, sowie Markus Haupt, CEO von Seat & Cupra, teil.

In Spanien hat die Fertigung des Volkswagen ID.Polo und des Cupra Raval begonnen.(Bild:  Volkswagen)
In Spanien hat die Fertigung des Volkswagen ID.Polo und des Cupra Raval begonnen.
(Bild: Volkswagen)

Made in Europe – das gestaltet Volkswagen nun von Spanien aus. Im Werk von Seat & Cupra werden ab sofort der ID.Polo und der Cupra Raval produziert. Somit spielt Martorell eine wichtige Rolle in der Elektrokleinwagenoffensive des Automobilherstellers. Von hier aus will man „Elektromobilität auf dem gesamten Kontinent zugänglich machen“. Zu diesem Projekt, das Seat & Cupra im Auftrag der Markengruppe Core des Volkswagen Konzerns leitet, gehören vier vollelektrische Modelle dreier verschiedener Marken, die alle in Spanien hergestellt werden.

Massive Investitionen

„Die urbane Elektrofahrzeugfamilie zeigt, wie die Markengruppe Core Synergien nutzt und die Zusammenarbeit innerhalb des Konzerns fördert, um Elektromobilität in großem Maßstab zu realisieren“, unterstreicht Thomas Schäfer. „Der Erfolg von Seat & Cupra bei der erstmaligen Leitung eines markenübergreifenden Projekts zeigt die Stärke unseres Modells. Die gemeinsame Plattform stärkt die Wettbewerbsfähigkeit im Einstiegssegment. Zugleich ermöglicht sie Kosteneinsparungen in Höhe von 600 Millionen Euro und bildet die Basis für vier klar differenzierte Modelle. Zusammen bilden diese Erfolge die Grundlage für die Demokratisierung der Elektromobilität in ganz Europa.“ Der Volkswagen Konzern hat zusammen mit Partnern in Spanien etwa zehn Milliarden Euro investiert, um die Elektromobilitätsinfrastruktur um- und auszubauen. Allein nach Martorell flossen drei Milliarden Euro. Zusätzlich sollen dort bis zu 300.000 Elektroautos pro Jahr vom Band rollen.

Reichweite von bis zu 454 Kilometern

Ende April 2026 lief der Vorverkauf des ID.Polo zu Preisen ab 24.995 an. Die vollelektrische Version tritt in die Fußstapfen eines der erfolgreichsten Modelle in der Unternehmensgeschichte des Wolfsburger Autobauers. Nach über 20 Millionen verkauften Exemplaren schlägt der Polo nun ein neues Kapitel auf. Das Fahrzeug wird nach Angaben des Herstellers über eine WLTP-Reichweite von bis zu 454 Kilometern erreichen. Darüber hinaus punktet der Stromer mit neuem Frontantriebskonzept, was auch in mehr Platz mündet. Denn die kompakten Antriebsmodule des MEB+, einer Weiterentwicklung des Modularen E-Antriebsbaukasten, bringen den Passagieren 19 mm mehr Innenraum als im klassischen Polo. Vergrößert haben sich ebenfalls die Innenraumbreite und die Kopffreiheit. Um gut 25 Prozent – von 351 auf 441 Liter – wuchs zudem das Kofferraumvolumen. Herzstück des neuentwickelten Antriebs ist die ebenfalls neue E-Maschine, die APP290. APP steht dabei für die achsparallele Anordnung – Axial Parallel Position – die 290 für das maximale Drehmoment in Nm. Die E-Maschine soll es Volkswagen zufolge zunächst in drei Leistungsstufen mit 85 kW (116 PS), 99 kW (135 PS) und 155 kW (211 PS) geben. An das Motorgehäuse angeflanscht ist das 1-Gang-Getriebe samt Gehäuse und der ebenfalls neu entwickelte Pulswechselrichter.

Mit PowerCo hat Volkswagen eine eigene Tochter, die die Batterien konzernweit – Ausnahme ist Porsche – ausliefert. Daher stammt auch der Name „Einheitszelle“. Die 2022 gegründete Tochter baut derzeit Gigafabriken in Salzgitter, Valencia und St. Thomas in Kanada mit einem Gesamtvolumen von bis zu 200 GWh aus. Die Produktion in Salzgitter konnte Ende letzten Jahres anlaufen. Die hier gefertigten Zellen werden im ID. Polo, aber auch im Cupra Raval verbaut werden.

Im ID.Polo hat der Hersteller die Einheitszelle zwischen der Vorder- und Hinterachse im Fahrzeugboden integriert. Für das neue Batteriesystem kommt die Cell-to-Pack-Technologie zum Einsatz, bei der die Zellen ohne den Zwischenschritt über Modulgehäuse direkt zu einem Batteriepack zusammengeführt werden.

Cupra Raval kommt im Sommer 2026

Die Einführung des Cupra Raval soll ein neues Kapitel in der Geschichte von Seat & Cupra einläuten. Auf vier Metern Länge bietet das urbane E-Auto eine sportliche Silhouette mit einem fahrerorientierten, einladenden und optimal genutzten Innenraum. Der Stromer integriert 3D-gestrickte CUP-Bucket-Sitze und dynamische Lichtprojektionen in den Türverkleidungen. Basierend auf der MEB+-Plattform von Volkswagen schafft der CUPRA Raval ein eigenes Segment, um die urbane Elektromobilität neu zu definieren. Er kommt in drei Ausführungen auf den Markt und bietet eine Reichweite von rund 450 Kilometern. Das Fahrzeug soll seine Markteinführung im Sommer 2026 feiern.  (se)

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