Elektromobilität ONE-Inverter-Konzept: Nexperia und IAV mit neuem Ansatz für Hochspannungsarchitekturen

Von Stefanie Eckardt 1 min Lesedauer

Entwicklungsdienstleister IAV und Halbleiterhersteller Nexperia haben einen neuen Ansatz für Hochspannungsarchitekturen erarbeitet. Mit diesem soll eine effizientere Nutzung der verfügbaren Batteriekapazität möglich sein.

Ein neuartiger Ansatz von IAV und Nexperia für Hochspannungsarchitekturen ermöglicht eine effizientere Nutzung der verfügbaren Batteriekapazität. (Bild: ©  phonlamaiphoto - stock.adobe.com)
Ein neuartiger Ansatz von IAV und Nexperia für Hochspannungsarchitekturen ermöglicht eine effizientere Nutzung der verfügbaren Batteriekapazität.
(Bild: © phonlamaiphoto - stock.adobe.com)

Mehr Leistung aus jeder Zelle herausholen, das wollen Nexperia und IAV mit ihrem ONE-Inverter-Konzept. Der neuartige Ansatz für Hochspannungsarchitekturen ermöglicht eine effizientere Nutzung der verfügbaren Batteriekapazität. Durch die dynamische Steuerung und Zuweisung von Batterieabschnitten über eine Software-definierte Architektur lassen sich Funktionen, die heute auf separate Leistungselektroniksysteme angewiesen sind, in einem Systemkonzept vereinen. IAV entwickelte für das Konzept die zugrunde liegende Software-definierte Systemarchitektur und die Batteriesteuerungsstrategie, während Nexperia die erforderlichen Wide-Bandgap-Halbleitertechnologien beisteuerte.

Optimierte Batterieauslastung

Als Hauptvorteil des neuen Konzepts nennen beide Partner die Möglichkeit, dass sich die Batteriezellen entsprechend ihrem tatsächlichen Zustand steuern lassen. Anstatt dass die gesamte Batterie durch ihre schwächste Zelle begrenzt wird, kann jede Zelle entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit zum Gesamtergebnis beitragen. Das trägt dazu bei, die Batterieauslastung zu verbessern und die Robustheit des Systems zu erhöhen.

Möglich wird dieser Ansatz durch Wide-Bandgap-Halbleitertechnologien von Nexperia, insbesondere durch ein bidirektionales GaN-Bauelement, das ein effizientes und schnelles Schalten auf Batteriezellebene ermöglicht und den Ansatz technisch und wirtschaftlich realisierbar macht. Alternative Halbleiterlösungen würden die Systemkomplexität und die Kosten erheblich erhöhen. Darüber hinaus unterstützt der Halbleiterhersteller das System-Design mit weiteren Komponenten.  (se)

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