Wechselakkus Millionen für Swobbee: So viele Batterietausch-Stationen will das Start-up aufstellen

Das Start-up Swobbee hat sich auf Batterietausch-Stationen spezialisiert. Jetzt hat das Unternehmen knapp sechs Millionen Euro eingesammelt. Wie viele neue Stationen die Berliner damit aufstellen und in welche Märkte sie expandieren wollen.

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Derzeit gibt es in Deutschland gut 50 öffentlich zugängliche Swobbee-Stationen.
Derzeit gibt es in Deutschland gut 50 öffentlich zugängliche Swobbee-Stationen.
(Bild: DPD)

Wechselakkus können den Betrieb von elektrischen Mikromobilen nachhaltiger machen. Doch dafür braucht es eine entsprechende Infrastruktur. Eine hilfreiche Option: Batterietauschstationen. Genau darauf hat sich das Berliner Unternehmen Swobbee spezialisiert. Die Idee kommt an – in einer Finanzierungsrunde hat das Start-up nun knapp sechs Millionen Euro eingesammelt.

Die Hälfte davon stammt von Neu-Investor EIT Innoenergy. Ebenfalls knapp drei Millionen Euro gab ein nicht näher genannter Bestandsinvestor dazu. Doch nicht nur das Geld von EIT Innoenergy will Swobbee nutzen. Hinter dem Unternehmen steht mit dem Europäischen Institut für Innovation und Technologie eine Körperschaft der EU. Jenes Netzwerk soll den Berlinern bei der Expansion in weitere Länder helfen.

Bislang ist Swobbee an mehreren Standorten in Deutschland sowie in London, Amsterdam und Den Haag aktiv. Als nächste Märkte hat das Unternehmen einem Sprecher zufolge Italien, Frankreich und Polen auserkoren.

200 Stationen bis 2023 angepeilt

Hierzulande gibt es aktuell über 50 öffentlich zugängliche Batterietausch-Stationen von Swobbee, mehr als 20 davon allein in Berlin. Bis 2023 sollen es in Deutschland und einigen Nachbarländern über 200 werden. Zu den Geschäftspartnern des 2017 gegründeten Unternehmens zählen namhafte Firmen wie Tier Mobility, Apcoa, Hermes oder DPD. Insgesamt können aktuell sieben verschiedene Akkus in den Swobbee-Stationen geladen werden.

Wettbewerber der Berliner sind bislang rar gesät. In Asien hat sich beispielsweise Gogoro einen Namen gemacht. Im Gespräch mit „Techcrunch“ bezeichnete Swobbee-Chef Thomas Duscha die Taiwanesen als Vorbild.

Doch er sieht auch Unterschiede: „Gogoro betreibt ein stark vertikal integriertes Modell mit E-Mopeds. Aber wie wir wissen, wird das E-Moped niemals das Transportmittel Nummer eins in Europa sein. Deshalb glauben wir an Mikromobilität wie E-Bikes, Lastenräder und Tretroller“, erklärte Duscha.

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