Trojan Energy London testet Ladestationen, die im Boden versenkt sind

Autor: Svenja Gelowicz

Ladeinfrastruktur, die man auf den ersten Blick nicht sieht: Ein Start-up testet in London Stromtankstellen, die bodengleich im Gehweg versenkt sind. Wie das Ganze funktionieren soll.

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Das Start-up Trojan Energy will Ladepunkte im Boden versenken.
Das Start-up Trojan Energy will Ladepunkte im Boden versenken.
(Bild: Trojan Energy)

Der klassische Elektroautofahrer hat typischerweise zwei Wege, sein Fahrzeug zu laden. Er könnte zu einer Ladesäule fahren, wie sie mittlerweile vielerorts zu finden ist. Oder er hat eine eigene Wallbox in der Garage und tankt den Strom über sie. Ein schottisches Start-up hat eine eigene Vision, wie das Stromtanken künftig ablaufen könnte. Die sieht so aus: Die Hardware der Stromtankstelle ist bodengleich im Fundament versenkt. E-Auto-Fahrer müssen dann ein Gegenstück dazu anbringen – das 2016 gegründete Unternehmen Trojan Energy nennt das 50 Zentimeter hohe Teil „Lanze“. Die Lanze ist ein Aluminiumzylinder, der E-Auto-Fahrer allerdings bis zu 400 Pfund kosten kann.

Ein Verschlusssystem schützt die Technik davor, dass andere Personen den Ladevorgang unterbrechen könnten.

Trojan Energy: Die Stromtankstellen sollen niemanden behindern

Der Vorteil sei, dass die Hardware weder den Straßenverkehr noch Passagiere störe. Trojan Energy hat dafür extra mit der Interessensgruppe Disability Rights UK ausgetauscht, damit Menschen mit Behinderung keine Barriere auf Gehwegen vorfinden. Das System sei außerdem dafür entwickelt, um mit Staub, Sand und Wasser umgehen zu können. Alle fünf Meter soll so ein Anschluss im Boden versenkt sein, 15 solcher Ladepunkte könnte dann ein Stromanschluss versorgen. Die Ladeleistung beträgt laut einer Mitteilung 7,4 oder 22 kW.

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Ende Juli hat das junge Unternehmen nun erstmals fünf solcher Ladestationen im Londoner Stadtteil Brent installiert. Das sei erst der Anfang: Insgesamt 150 Stück sollen im Laufe des Jahres noch in Betrieb gehen. Ab September starten die Tests großflächig, bislang haben sich laut einer Mitteilung über 140 Fahrer von E-Fahrzeugen angemeldet. Das Vorhaben ist Teil eines „Subsurface Technology for Electric Pathways“, kurz Step, genannten Projekts.

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Redakteurin im Ressort Management