Autonome Poeplemover Holon-Shuttle sollen den Hamburger ÖPNV ergänzen

Von Christian Otto

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Im einem gemeinsamen Projekt wollen die Benteler-Tochter Holon und die Hamburger Hochbahn autonome Shuttles im Realtest einsetzen. Neben mehr Akzeptanz hoffen die Partner auch auf einen Beitrag zum Hamburg-Takt.

Die Peoplemover von Holon sollen künftig in Pilotgebieten in Hamburg operieren.
Die Peoplemover von Holon sollen künftig in Pilotgebieten in Hamburg operieren.
(Bild: Holon)

Erst vor knapp zwei Wochen hat die Benteler Gruppe das Unternehmen Holon gegründet, das sich auf die Herstellung autonomer Shuttles konzentrieren soll. Nun kündigt die Tochter eine Kooperation mit der Hamburger Hochbahn AG an, in deren Rahmen die beiden Partner laut Pressemitteilung kundenfreundliche und klimaschonende Mobilitätsangeboten vorantreiben wollen.

Die beiden Unternehmen vereinbarten dazu eine entsprechende Absichtserklärung zur Weiterentwicklung autonomer Shuttle für den Einsatz im öffentlichen Nahverkehr. Das gemeinsame Ziel soll es sein, einen autonomen Mobilitätsdienst unter realen Bedingungen in einem Pilotgebiet im öffentlichen Straßenbild zu entwickeln und zu testen.

Damit wollen die Kooperationspartner nach eigenen Angaben autonome Fahrzeuge potenziellen Nutzern besser zugänglich machen und die Akzeptanz für diese Mobilitätsform bei Verkehrsteilnehmern und Passagieren weiter erhöhen.

Weiteres Hochbahn-Projekt nach HEAT

Die Kooperation startet 2023 und soll einen Beitrag zur Erreichung des so genannten „Hamburg-Taktes“ leisten. Dieser hat zum Ziel, dass im Jahr 2030 jeder Hamburgerin und jedem Hamburger von morgens bis in die Abendstunden binnen fünf Minuten ein öffentliches Mobilitätsangebot zur Verfügung stehen soll. Dazu sollen autonome On-Demand-Angebote einen signifikanten Anteil leisten.

Es ist nicht das erste Projekt der Hamburger Hochbahn mit autonomen Shuttles: Mit dem Forschungs- und Entwicklungsprojekt HEAT (Hamburg Electric Autonomous Transportation) sammelte das Nahverkehrsunternehmen von 2019 bis Oktober 2021 Erfahrungen beim autonomen Fahren. Der Fokus lag auf autonom fahrenden Kleinbussen, die den ÖPNV ergänzen sollten. Als Einsatzgebiet galten Außenbezirke und Randlagen, wo große Fahrzeuge nicht sinnvoll wären. Partner der Hamburger hier war der Entwicklungsdienstleister IAV.

Im Mai noch wurde die Zusammenarbeit mit dem Zulieferer ZF bei autonomen Shuttles angekündigt.

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