Mikromobilität Gogoro präsentiert ersten Feststoff-Wechselakku

In Taiwan gibt es beinahe so viele Batterie-Wechselstationen von Gogoro wie klassische Tankstellen. Nun will der E-Moped-Spezialist einen weiteren technologischen Sprung hinlegen. Neue Akkus sollen bis zu 40 Prozent mehr Reichweite garantieren.

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Die Feststoff-Wechselbatterie von Gogoro soll bis zu 40 Prozent mehr Reichweite liefern als die Lithium-Ionen-Akkus, die das Unternehmen bislang einsetzt.
Die Feststoff-Wechselbatterie von Gogoro soll bis zu 40 Prozent mehr Reichweite liefern als die Lithium-Ionen-Akkus, die das Unternehmen bislang einsetzt.
(Bild: Gogoro)

In Taiwan ist Gogoro längst ein Mobilitätsgigant. Das Unternehmen bietet nicht nur Sharing-E-Mopeds, sondern kümmert sich auch um die Ladeinfrastruktur. Und zwar nicht mit Ladesäulen, sondern mit Wechselakku-Stationen. Über 2.300 Stück mit mehr als 10.000 Akkus sind es in der Heimat des Start-Ups Ende 2021. Damit dürfte es dort bald mehr Wechselakku-Container geben als klassische Tankstellen. Laut Taipei Times gibt es auf der Insel davon knapp 2.500.

Doch allein auf seine bisherigen Erfolge will sich Gogoro nicht ausruhen. Nun zauberte Firmenchef Horace Luke sein vermeintlich nächstes Ass aus dem Ärmel: den weltweit ersten Feststoff-Wechselakku-Prototypen. Feststoffbatterien gelten als kommender Trend in der Mobilitätsbranche, versprechen sie doch höhere Reichweiten als die heute zumeist in E-Fahrzeugen eingesetzten Lithium-Ionen-Akkus.

Gogoro macht bei seiner Lithium-Keramik-Batterie gemeinsame Sache mit Prologium, einem der hoffnungsvollsten Unternehmen auf dem Gebiet. Mit einem Gewicht von 9,5 Kilogramm sollen die Akkus wie gewohnt problemlos in Gogoros Elektro-Mopeds eingesetzt und herausgenommen werden können.

Den beiden Partnern zufolge soll die Kapazität der neuen Batterien mit 2,5 kWh deutlich über der der Lithium-Ionen-Akkus liegen, die Gogoro bislang einsetzt (1,7 kWh). Die Reichweite der Roller könnte dadurch um bis zu 40 Prozent steigen, frohlocken Gogoro und Prologium. Ein weiterer Vorteil: Feststoffbatterien sollen weniger entzündlich sein als andere Batterien.

Serieneinsatz noch ungewiss

Ob und wann Gogoro den Feststoffakku in Serie bringen wird, ist noch nicht bekannt. Wie erwähnt handelt es sich vorerst „nur“ um einen Prototypen. Potenziell könnten die Taiwanesen ihr Geschäft dank der höheren Batteriekapazitäten auch auf größere Fahrzeuge ausweiten.

Erst einmal steht bei Gogoro ein Börsengang per Spac auf dem Plan. Eigentlich wurde dieser für das erste Quartal erwartet, bislang ist es dazu aber nicht gekommen.

Nach Firmenangaben haben bislang mehr als 450.000 Menschen Gogoro-Roller genutzt. Täglich soll es etwa 340.000 Batterietäusche geben, alles in allem sind es bislang 260 Millionen.

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