Elektromobilität E-Autobauer Fox zeigt erstmals die Mia-Neuauflage

Redakteur: Svenja Gelowicz

Ein bisschen erwachsener und ernster soll das E-Auto Mia 2.0 daherkommen: Das hat Fox E-Mobility am Dienstag verkündet und erstmals Bilder des Fahrzeugs gezeigt. Wie es um das Vorhaben der Wiederbelebung steht.

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Die Neuauflage des Stadt-Stromers Mia ist erwachsener geworden – sie soll dabei allerdings immer noch freundlich wirken.
Die Neuauflage des Stadt-Stromers Mia ist erwachsener geworden – sie soll dabei allerdings immer noch freundlich wirken.
(Bild: Fox E-Mobility)

Der Prototyp blieb während der gesamten Pressekonferenz mit einem weißen Tuch verhüllt, stattdessen präsentiert das Unternehmen Renderings – die allerdings sehr nah an der Serienversion sein sollen. Das versicherte zumindest Christian Jung, CTO beim E-Auto-Unternehmen Fox E-Mobility am Dienstag. In zwei Jahren soll die Neuauflage des Mia genannten Stromers bei Auftragsfertigern vom Band rollen. „In das Fahrzeug wurden bereits 150 Millionen Euro gesteckt, Fox E-Mobility ist deshalb kein Start-up“, gibt sich Unternehmenschef Philippe Perret selbstbewusst. „Wir wollen die europäische Antwort sein auf Elektromobilitätsunternehmen in China und den USA.“

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16.000 Euro soll das E-Auto kosten und ist damit im unteren Preissegment angesiedelt. Das neue Design, das vom bekannten Auto-Designer Murat Günak stammt, soll die Freundlichkeit der ersten Mia-Version erhalten; zugleich aber ernster und stärker wirken. Ob Interessierte das Fahrzeug auf der Automesse IAA im Herbst sehen können, ist noch offen – Fox E-Mobility prüfe aktuell die Teilnahme.

Das Fahrzeug und auch die Batterie will Fox E-Mobility in Europa produzieren lassen, für letztere will das Münchener Unternehmen mit dem Batteriehersteller InoBat zusammenarbeiten. „Two cars in one“ nennt Perret die Mia-Neuauflage, da sich das Fahrzeug an Privatnutzer wie auch Gewerbetreibende richtet.

E-Auto Mia: Neuer Versuch nach Pleite

Vor über zehn Jahren sind etwa 1.600 Exemplare des Stromers Mia auf den Markt gekommen – doch die Elektro-Pioniere hatten sich verkalkuliert. 2014 war das Start-up bankrott, über 200 Beschäftigte verloren ihren Arbeitsplatz. Nach einem Börsengang will Fox E-Mobility den Neustart wagen: Knapp 70 Millionen Euro Grundkapital steht laut dem Geschäftsbericht in den Büchern, Umsätze gibt es freilich noch keine. Das Geschäftsjahr 2020 beendete Fox mit einem Verlust von 261.000 Euro.

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