Deutsche Bahn Das verspricht der neue ICE 3 Neo

Die Deutsche Bahn und Siemens Mobility haben am Dienstag den neuen ICE 3 Neo vorgestellt. Die ersten Züge sollen noch in diesem Jahr auf die Schiene kommen. Das Hochgeschwindigkeitsmodell verspricht einige Verbesserungen gegenüber aktuellen ICEs – und hat dennoch ein Problem, für das er selbst nichts kann.

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Noch in diesem Jahr sollen erste Züge des ICE 3 Neo auf die Schiene kommen.
Noch in diesem Jahr sollen erste Züge des ICE 3 Neo auf die Schiene kommen.
(Bild: Deutsche Bahn)

Die Deutsche Bahn und Siemens Mobility haben am Dienstag (1. Februar 2022) den neuen ICE 3 Neo vorgestellt. Die Bahn kündigte an, für insgesamt rund 1,5 Milliarden Euro 43 weitere jener Züge bei Siemens bestellt zu haben. Bereits im Juli 2020 gab es einen ersten Auftrag für 30 dieser Hochgeschwindigkeitszüge. Insgesamt wächst die ICE-Flotte des Konzerns bis Ende des Jahrzehnts damit auf etwa 450 Züge. Die 73 neuen ICEs sollen 32.000 weitere Sitzplätze bereitstellen.

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Was kann der ICE 3 Neo? Folgende Faktoren sollen mit dem bis zu 320 km/h schnellen Zug mit bis zu 439 Sitzplätzen (99 in der 1. Klasse, 340 in der 2. Klasse, 16 davon im Bordrestaurant) laut der Bahn für mehr Komfort sorgen:

  • Mobilfunkdurchlässige Fensterscheiben für stabileren Empfang
  • Acht Fahrradstellplätze pro Zug
  • Gepäckregale mit mehr Stauraum
  • Beleuchtung mit je nach Tageszeit wechselnden Farbtönen
  • Tablethalter und Steckdosen an allen Sitzplätzen
  • Zusätzliche Türen
  • Hublift für den leichteren Zustieg für Rollstuhlfahrer
  • Kleinkindabteil mit fünf Plätzen

Fahrradstellplätze gibt es bislang nur in den Baureihen ICE 4 sowie ICE T. Üppig ist das Angebot mit acht Plätzen derweil auch in den neuen Hochgeschwindigkeitszügen nicht.

Schlechter Empfang ist bislang immer wieder für Bahn-Fahrer ein Ärgernis. Beispielsweise verhindert die Beschichtung der Fensterscheiben besseren Funkempfang, sie machen die Waggons zu faradayschen Käfigen. Beim ICE 3 Neo werden Raster in die Schicht eingebrannt, um Funkwellen besser durchzulassen. Auch in Zukunft wird die Bahn aber wohl zusätzlich auf Repeater für besseres Netz setzen.

Der neue Hochgeschwindigkeitszug wurde laut den Beteiligten in 12 Monaten gebaut – schneller als jeder bisherige ICE. Auf die Schiene sollen die ersten Modelle des ICE 3 Neo noch in diesem Jahr kommen. Bundesverkehrsminister Volker Wissing erklärte am Dienstag, man komme mit dem neuen Zug dem Ziel näher, „die Fahrgastzahlen auf der Schiene in den kommenden acht Jahren zu verdoppeln“.

Das Schienennetz wird zum Problem

Sein volles Potenzial wird der ICE 3 Neo in Deutschland vorerst aber nicht ausschöpfen können. Schuld daran ist das deutsche Schienennetz. Dieses ist beispielsweise noch nicht für die Höchstgeschwindigkeit von 320 km/h geeignet. Zudem ist das Netz bereits jetzt überlastet. Zahlreiche Baustellen tragen zusätzlich dazu bei, dass es immer wieder zu Verspätungen im Bahnverkehr kommt. Bahn-Infrastrukturvorstand Roland Pofalla hatte bei einer Veranstaltung vergangene Woche eingeräumt, dass er nicht mit der Qualität des Netzes zufrieden sei. Bis 2030 will der Konzern insgesamt 170 Milliarden Euro investieren, um das Netz zu verbessern.

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