Neuer ICE vorgestellt ICE L: Stufenloser Einstieg und besserer Mobilempfang für Touri-Routen

Von Susanne Braun 2 min Lesedauer

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Die Deutsche Bahn und Zugbauer Talgo haben in Berlin den neuen ICE L vorgestellt, der ab Mitte Dezember 2025 mit stufenlosem Einstieg, besserem Mobilempfang und mehr Familienfreundlichkeit punkten soll. Nach München wird der Zug allerdings erst einmal nicht kommen.

Patrick Schnieder, Bundesminister für Verkehr und Evelyn Palla, Vorstandsvorsitzende der DB AG mit DB-Mitarbeitenden bei der Präsentation des neuen ICE L.(Bild:  Deutsche Bahn)
Patrick Schnieder, Bundesminister für Verkehr und Evelyn Palla, Vorstandsvorsitzende der DB AG mit DB-Mitarbeitenden bei der Präsentation des neuen ICE L.
(Bild: Deutsche Bahn)

In Berlin-Ostbahnhof wurde am 17. Oktober 2025 der neue ICE L der Öffentlichkeit präsentiert, von Evelyn Palla, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, Dr. Michael Peterson, DB-Vorstand Personenfernverkehr, Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder und Carlos de Palacio y Oriol, Executive Chairman des spanischen Herstellers Talgo. Der ICE L wird ab Mitte Dezember 2025 zum Einsatz kommen und gilt für die Verantwortlichen als der erste Baustein für die Umsetzung der „Agenda für zufriedene Kunden auf der Schiene“.

Punkten will der Zug mit kürzeren Waggons, um eine raumartigere Atmosphäre entstehen zu lassen, und einer von der Tageszeit abhängigen Lichtsteuerung. Verbaut sind 562 Sitze, die von über 1.600 Testpersonen getestet worden sein sollen. Alle Sitzplätze verfügen über Steckdosen. An Reihensitzen gibt es zudem Klapptische und Tablethalter. So sollte das Entertainment für unterwegs angenehmer werden – und zwar nicht nur dann, wenn man die Netflix-Filme oder Podcasts für die Reise herunterlädt. Die Fensterscheiben des ICE L sollen Mobilfunksignale direkt über Repeater ins Wageninnere durchlassen, um einen besseren Empfang zu garantieren.

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Stufenloser Einstieg und Komfort für Familien

Einer der Hauptvorteile des ICE L soll der stufenlose Einstieg darstellen. „Es handelt sich um niederflurige Züge, welche auf der gesamten Zuglänge einen stufenlosen Einstieg ermöglichen. Dadurch erfüllen sie auf clevere Weise die neuen Anforderungen an nachhaltige Mobilität“, erklärt Carlos de Palacio y Oriol von Zughersteller Talgo.

Des Weiteren gibt es eine breitere Tür für Reisende im Rollstuhl sowie elektrisch verstellbare Tische an den Rollstuhlplätzen. Für Familien gibt es 46 Plätze, eigenen Angaben zufolge der größte Familienbereich der gesamten ICE-Flotte. Zudem gibt es neun Plätze im Kleinkindabteil.

Fahrten nach Sylt, Oberstdorf und ins europäische Ausland

Einsatzgebiete des ICE L ab Dezember 2025. Nicht alle Halte sind aufgeführt und baubedingte Abweichungen sind möglich.(Bild:  Deutsche Bahn)
Einsatzgebiete des ICE L ab Dezember 2025. Nicht alle Halte sind aufgeführt und baubedingte Abweichungen sind möglich.
(Bild: Deutsche Bahn)

Ab dem 14. Dezember 2025 nimmt der neue ICE L schrittweise den Betrieb auf – zunächst auf der Strecke Berlin–Köln. Ab Mai 2026 verbindet er auch Berlin, Hamburg und Sylt, bevor im Sommer weitere touristische Routen hinzukommen, darunter Frankfurt–Sylt, Köln–Sylt und Dortmund–Oberstdorf. Perspektivisch soll der ICE L auch internationale Ziele wie Amsterdam, Kopenhagen und Wien ansteuern. Bis dahin wird sich der Zug kaum an Bahnhöfen im Osten des Landes oder an bayerischen Haltestellen sehen lassen, wie diese Grafik verdeutlicht. (sb)

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