Internationaler Personenfernverkehr DB lässt Züge der Baureihe ICE 3neo für Fahrten nach Polen und Frankreich ausrüsten

Von Susanne Braun 1 min Lesedauer

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Der ICE 3neo der Deutschen Bahn ist bereits in der Lage, auf belgischen und niederländischen Gleisen zu reisen. Künftig sollen einige Züge der Modellreihe auch durch Polen und Frankreich düsen. Bis zu 32 Züge sollen von Siemens Mobility entsprechend ausgerüstet werden.

Der ICE 3neo der Deutschen Bahn. Seit der Auslieferung des ersten Zugs im November 2022 sind bereits 29 ausgeliefert worden.(Bild:  Deutsche Bahn AG / Volker Emersleben)
Der ICE 3neo der Deutschen Bahn. Seit der Auslieferung des ersten Zugs im November 2022 sind bereits 29 ausgeliefert worden.
(Bild: Deutsche Bahn AG / Volker Emersleben)

Damit ein deutscher Zug auf europäischen Gleisen fahren darf, muss er häufig technisch angepasst oder umgerüstet werden, da es in Europa keine vollständig einheitliche Eisenbahninfrastruktur gibt. Die Unterschiede betreffen maßgeblich die Signalsysteme, die Stromversorgung sowie nationale Zulassungs- und Sicherheitsstandards. Damit ein Zug grenzüberschreitend fahren darf, muss er etwa durch Mehrstromtechnik und multisystemfähige Signaltechnik unterschiedlichen Systeme erkennen und verarbeiten können. Nur speziell dafür entwickelte Züge, wie der ICE 3M oder der TGV Euroduplex, sind für einen solchen internationalen Betrieb ausgelegt.

Künftig möchte die Deutsche Bahn den ICE 3neo allerdings auch auf polnische und französische Gleise setzen; bislang wird der Zug auf grenzüberschreitenden Verbindungen zwischen Frankfurt am Main und Brüssel beziehungsweise Amsterdam eingesetzt und hat einige der älteren ICE-3M-Modelle ersetzt. Das Resultat: Mehr Zuverlässigkeit auf den Strecken, vermeldet die Deutsche Bahn. Um den internationalen Fernverkehr zu befeuern, investiert die DB 200 Millionen Euro in den Ausbau, wie am 10. Juli 2025 bekannt gemacht wurde.

Bis zu 32 Züge des Modells ICE 3neo sollen von Hersteller Siemens Mobility in den kommenden Jahren entsprechend für den Betrieb und die Zulassung in Polen und Frankreich ausgerüstet werden, damit sie mit der Signaltechnik und den Strecken kompatibel sind. Die ersten Zulassungen werden für das Jahr 2031 erwartet, der Lieferplan erstreckt sich bis 2032. (sb)

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