Schienenverkehr DB Cargo testet automatisierte Lokomotive

Von Thomas Günnel 1 min Lesedauer

Die Bahn-Tochter DB Cargo hat eine Lokomotive für den automatisierten Betrieb umgerüstet. Ab Oktober fährt die Lok ein Jahr testweise im Regelbetrieb.

DB Cargo hat eine Lokomotive für automatisierten Betrieb umgerüstet.(Bild:  Deutsche Bahn AG / Oliver Lang)
DB Cargo hat eine Lokomotive für automatisierten Betrieb umgerüstet.
(Bild: Deutsche Bahn AG / Oliver Lang)

DB Cargo hat die erste Güterzuglokomotive und Bahnstrecke für den automatisierten Regelbetrieb umgerüstet. Ab Oktober 2025 beginnt eine einjährige Erprobungsphase auf der niederländischen Betuweroute. Die Route ist laut DB Cargo eine der wichtigsten und modernsten Güterverkehrsstrecken Europas. Im sogenannten ATO-Betrieb übernimmt die Lok automatisiert Beschleunigung, Fahrt, Bremsung und Halt. Eine Lokführerin oder ein Lokführer sind während der Tests an Bord, begleitet von einem Team der Fernüberwachung- und Steuerung. Laut DB Cargo ist es europaweit die erste entsprechend umgerüstete Lokomotive. 

Frontscheibe der Lokomotive mit zwei Kamerasensoren
Bei genauerem Hinsehen finden sich Sensoren an der umgerüsteten Lok.
(Bild: Deutsche Bahn AG / Oliver Lang)

Während des Probebetriebs fahren die Loks mit unterschiedlichen Wagentypen und unterschiedlicher Beladung, „von schweren Schüttgutwagen bis zu teilgefüllten Kesselwagen“, teilt DB Cargo mit. Außerdem proben die Projektpartner erstmals die Kombination der Technologien ATO und RTO im offenen Netz. ATO steht für „Automatic Train Operation“, RTO für „Remote Train Operation“. Am Projekt beteiligt sind DB Cargo, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Hitachi und Remoot.

Gefördertes Projekt des Bundes

Umgebaut wurde die Lok im Werk Köln-Gremberg. Das Projekt ist Teil des Bundesprogramms „Zukunft Schienengüterverkehr zur Förderung von Innovationen“. Die Ziele: innovative Technologien im Güterverkehr entwickeln und einführen – und ein größerer Marktanteil der Schiene am Güterverkehr in Deutschland. In das Projekt flossen Bundesmittel in Höhe von 18,86 Millionen Euro.

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