Öffentlicher Personennahverkehr Autonomes Fahren: Projekt Kira wird ausgeweitet

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Seit 2024 testen der Rhein-Main-Verkehrsverbund und die Deutsche Bahn mit Partnern wie DLR, KIT, VDV, HEAG mobilo, kvgOF, Mobileye, Ioki und mobile_thinking im Pilotprojekt „KI-basierter Regelbetrieb autonomer On-Demand-Verkehre“, kurz Kira, Level-4-Technologie für den Einsatz im ÖPNV. Nun wird das Projekt ausgeweitet.

Im Projekt "KI-basierter Regelbetrieb Autonomer On-Demand-Verkehr" wird Level-4-Technologie für den Einsatz im ÖPNV gestet. Seit Juni 2025 können angemeldete Testnutzer kostenfrei mitfahren. Nun wird das Projekt um zusätzliche Fahrzeuge und Betriebszeiten erweitert.(Bild:  Deutsche Bahn AG / RMV / Arne Landwehr)
Im Projekt "KI-basierter Regelbetrieb Autonomer On-Demand-Verkehr" wird Level-4-Technologie für den Einsatz im ÖPNV gestet. Seit Juni 2025 können angemeldete Testnutzer kostenfrei mitfahren. Nun wird das Projekt um zusätzliche Fahrzeuge und Betriebszeiten erweitert.
(Bild: Deutsche Bahn AG / RMV / Arne Landwehr)

Seit Anfang April ist Kira mit einem erweiterten Angebot unterwegs. Die selbstfahrenden Fahrzeuge verkehren nun mittwochs bis freitags zwischen 8.30 und 18.00 Uhr. Mit zwei zusätzlichen autonomen Fahrzeugen – dann insgesamt acht – hat man sich auf eine höhere Nachfrage zu den üblichen Pendlerzeiten vorbereitet. Bereits Anfang März wuchs das Betriebsgebiet: In Darmstadt um das Martinsviertel, die Mathildenhöhe und Darmstadt-Ost, in Langen und Egelsbach sind seitdem jeweils Fahrten direkt ins örtliche Zentrum möglich. Insgesamt fahren die Shuttles jetzt rund 130 Haltepunkte an.

Wie wird autonome Mobilität genutzt?

Die autonomen Fahrzeuge bringen die für das Pilotprojekt angemeldeten Nutzer kostenlos per On-Demand–Buchung in den Betriebsgebieten an ihr Fahrtziel. Einer aktuellen Befragungsstudie des DLR nach haben sich rund zwei Drittel von ihnen aus Neugier bei Kira angemeldet mit dem Wunsch, autonomes Fahren auszuprobieren. Im Alltag nutzen rund 60 Prozent das Angebot entweder auf dem Weg nachhause, um Besorgungen zu erledigen oder auf dem Weg zu Freizeitaktivitäten. Die beliebtesten Fahrtziele sind die Bahnhöfe in Langen, Egelsbach und der Hauptbahnhof in Darmstadt sowie das Einkaufszentrum Loop5 in Weiterstadt.

Die Testnutzer bewerten ihre Fahrten über die projekteigene App, entwickelt vom Frankfurter Softwareunternehmen ioki, als sehr komfortabel und geben an, sich sehr sicher zu fühlen. Mit den aktuellen Angebotsausweitungen sollen neue Nutzergruppen erreicht werden. 70 Prozent der befragten Passagiere gaben in der DLR-Studie an, Kira häufiger nutzen zu wollen, wenn die Betriebszeiten ihnen besser passen würden. Die Ausweitung macht den Service somit attraktiver. Zum Beispiel für Berufspendler und für Kongress- oder Messebesucher, die das seit März angefahrene Wissenschafts- und Kongresszentrum darmstadtium besuchen möchten.

Starke Partner

Betreiberin der autonomen Fahrzeuge ist die DB Regio Bus Mitte. Beim Fahrzeug handelt es sich um einen Nio ES8 mit dem eingebauten autonomen Fahrsystem von Mobileye, das komplexe Verkehrssituation meistern und autonom in normaler Geschwindigkeit mit bis zu 130 km/h fahren kann. Mobileye stellt darüber hinaus HD-Karten sowie spezialisierte Sensorik zur Verfügung. Weitere Partner sind das Softwareunternehmen ioki sowie die lokalen Partner HEAG mobilo GmbH und Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach. Forschungspartner des Projekts sind das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). (se)

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