Elektromobilität Wie sich ein Elektronikkonzern und ein Zulieferer bei E-Autos verbünden

Autor: Svenja Gelowicz

Der südkoreanische Elektronikkonzern LG will noch stärker bei der Elektromobilität mitmischen und gründet deshalb mit dem kanadisch-österreichischen Zulieferer Magna ein neues Unternehmen. Die Details.

Der Elektronikspezialist LG und der Autozuliefererer Magna verbünden sich in einem Gemeinschaftsunternehmen bei der Elektromobilität.
Der Elektronikspezialist LG und der Autozuliefererer Magna verbünden sich in einem Gemeinschaftsunternehmen bei der Elektromobilität.
(Bild: LG)

Der kanadisch-österreichische Zulieferer Magna und der südkoreanische Elektronikspezialist LG gründen ein Joint Venture. Die Unternehmen wollen laut einer Mitteilung vom Mittwoch bei der Elektromobilität zusammenarbeiten und E-Motoren, Wechselrichter und On-Board-Ladegeräte herstellen. Außerdem gehe es um E-Antriebssysteme für „bestimmte Autobauer“. Das Unternehmen soll vorerst LG Magna e-Powertrain heißen, der Wert des Joint Ventures beziffere sich auf etwa eine Milliarde US-Dollar.

LG und Magna planen dabei mit 1.000 Mitarbeitern an LG-Standorten in den USA, Südkorea und China. Die Transaktion bedarf laut eigenen Angaben noch der Zustimmung der Behörden sowie der Aktionäre von LG. 51 Prozent der Firmenanteile würden demnach von LG Electronics gehalten werden, der Rest von Magna.

Was Magna und LG jeweils beisteuern

Die Partner bringen dabei verschiedenes Know-how in das Gemeinschaftsunternehmen ein. Der Autozulieferer Magna steuere Expertise bei elektrischen Antriebssystemen und Autoproduktion bei, der Elektronikspezialist LG wiederum Know-how über die Entwicklung von E-Motoren und Wechselrichtern. So wollen die Konzerne ihr Angebot für E-Antriebsstränge ausbauen. LG verweist dabei auf seine Erfahrung bei der Entwicklung von Komponenten für E-Autos und nennt dabei als Beispiele die Modelle Chevrolet Bolt EV und den Jaguar I-Pace.

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Redakteurin Wirtschaft und Mobilität