Studie Wie nachhaltige Autohersteller künftig profitieren

Redakteur: Tanja Schmitt

Früher ein Randthema, jetzt ein Muss – die Nachhaltigkeit. Autobauer, die sich dabei besonders ins Zeug legen, werden auch belohnt.

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37 Prozent würden zugunsten der Umwelt von ihrer Lieblingsmarke zu einer anderen Marke wechseln.
37 Prozent würden zugunsten der Umwelt von ihrer Lieblingsmarke zu einer anderen Marke wechseln.
(Bild: Compleo)

Das Thema Nachhaltigkeit liegt im Trend: sei es in Form von verpackungsfreien Lebensmitteln, fairer Kleidung und Kosmetik – oder eben umweltfreundlicher Mobilität. Die Politik legte mit der Förderung von elektrifizierten Fahrzeugen noch eine Schippe drauf. Und die Autobauer? Mussten eine 180-Grad-Kehrtwende hinlegen.

Wer sich als Hersteller sträubt und für seine Kunden nichts Nachhaltiges im Angebot hat, ist schnell außen vor. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie von Capgemini. Befragt wurden 1.500 aktuelle oder ehemalige Besitzer von Autos der Marken Audi, BMW, Mercedes, Tesla oder VW. Die Teilnehmer stammten aus Deutschland, Großbritannien und den USA.

Nachhaltigkeit als Verkaufsargument

Für 69 Prozent der Befragten ist die Nachhaltigkeit ein wichtiger Aspekt, ein Fahrzeug zu kaufen – oder eben nicht. Ein gutes Drittel (34 Prozent) würde dafür sogar von der Lieblingsmarke zu einer anderen Marke wechseln, wenn Letztere nachhaltiger ist; in Deutschland wären sogar 37 Prozent dazu bereit. 83 Prozent der Befragten erwarten, dass die Hersteller digitale Technologien besser nutzen, um zum Beispiel beim Fahren weniger Emissionen auszustoßen.

Ein Viertel würde sich freuen, wenn sie anhand der Fahrzeugnutzungsdaten, Rabatte oder Angebote für umweltfreundliches Fahren bekämen. 57 Prozent der Befragten (61 Prozent der Deutschen) würden erweiterte Mobilitätsangebote begrüßen, etwa Car- oder Bikesharing, Leasing von Mikromobilen oder die Integration mit dem öffentlichen Nahverkehr.

63 Prozent der Befragten wünschen sich von Händlern und Herstellern mehr Unterstützung beim Konfigurieren des jeweiligen Fahrzeugs. Am größten sollte die Unterstützung dabei durch den Händler vor Ort (39 Prozent) sowie über Social-Media-Kanäle (38 Prozent) sein. 66 Prozent der befragten Kunden (69 Prozent der befragten Deutschen) wünschen sich generell mehr Beratung bei der Suche nach Informationen zum Thema Nachhaltigkeit.

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