Verkehrsdaten Wie viele Autokilometer vernetzte Car- und Bikesharing-Angebote vermeiden können

Autor / Redakteur: Mario Hommen/SP-X / Lena Straßberger

Clevere Mobilitätskonzepte sorgen für weniger Autos auf den Straßen. Ein neues Simulationsmodell berechnet, welche Maßnahme wie viel bringt.

Würde das intermodale Mobiltätsangebot in Karlsruhe weiter ausgebaut, könnte der Autoverkehr weiter zurückgehen.
Würde das intermodale Mobiltätsangebot in Karlsruhe weiter ausgebaut, könnte der Autoverkehr weiter zurückgehen.
(Bild: © www.kit.edu)

Ein Ausbau der Vernetzung von Car- und Bikesharing-Angeboten mit öffentlichen Verkehrsmitteln könnte die Region Karlsruhe pro Woche um 55.000 Autokilometer entlasten. Diese Zahl haben Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) anhand ihres Nachfragemodells Mobitopp errechnet.

Mobilitäts-App Regiomove

In der Region Mittlerer Oberrhein steht seit 2020 die Mobilitäts-App Regiomove zur Verfügung, die Routenvorschläge macht, in denen neben Bus und Bahn auch die spontane Anmietung von Fahrrädern oder Autos als Verkehrsmittel berücksichtigt werden. Diese zusätzlichen Mobilitätsangebote stehen an sogenannten Ports zur Verfügung, die Angebote von Taxis, Shuttles oder E-Roller integrieren und künftig auch sichere Abstellplätze und Reparatur-Services für Fahrräder bieten sollen.

Mit Hilfe ihres Nachfragemodells haben die Forscher nun errechnet, an welchen Standorten diese Ports ihre größte Wirkung entfalten. Demnach würde die Einrichtung weiterer Ports in Karlsruhe und den Mittelzentren der Umgebung (Baden-Baden, Bretten, Bruchsal, Graben-Neudorf, Ettlingen, Rastatt, Bühl) der Region besagte 55.000 Autokilometer ersparen.

Wöchentlich würden sich also 2.000 Autofahrten auf andere Mobilitätsangebote umschichten lassen beziehungsweise über ein Jahr die Jahresfahrleistungen von 250 Pkw eingespart. Laut KIT ist das System Mobitopp in der Lage, Verkehrsnachfrageprognosen für prinzipiell jede Stadt oder Region weltweit zu liefern.

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