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FBDi - Gefahrgut Batterie Was bei Batterien als Luftfracht zu beachten ist

| Redakteur: Margit Kuther

Verschärfte Verpackungsvorschriften gelten für Versender und Verpacker von Lithium-Batterien. Auch das Passagiergepäck ist betroffen.

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Gefahrgut Batterie: Verschärfte Vorschriften bei Luftfracht
Gefahrgut Batterie: Verschärfte Vorschriften bei Luftfracht
(Bild: S. Hofschlaeger, pixelio.de)

Der FBDi (Fachverband der Bauelemente-Distribution) weist darauf hin, dass die IATA (International Air Transport Association) den DGR55-Leitfaden aktualisiert und die Verpackungsvorschriften für UN 3480 Lithium-Ionen- oder Lithium-Polymer-Zellen und Batterien (PI965IB) und UN 3090 Lithium-Metall-Zellen und Batterien oder solchen mit Lithium-Legierungen (PI968IB) verschärft hat.

Für deren Anwendung ist nun eine Versendererklärung (Shipper`s Declaration) erforderlich.

Details stehen im `Lithium Battery Guidance Document´ der 55. Ausgabe der IATA-DGR (Dangerous-Goods-Regulations-Regelwerk für den Transport von Gefahrgut im Luftverkehr). Auf der Site von IATA.org unter „Programs, Dangerous Goods, Lithium-Batteries“ findet sich auch ein File mit einer Zusammenfassung der geänderten Passagen.

Für Transporte ist `UN manual of tests and criteria Kapitel 38.3´ erforderlich

Grundsätzlich dürfen nur solche Batterien transportiert werden, die die Anforderungen des `UN manual of tests and criteria Kapitel 38.3´ erfüllen und unter einem Qualitätsmanagementsystem gefertigt wurden.

Für Batterien (UN 3480) mit einer Energie ≤ 100 Wh gibt es vereinfachte Anforderungen an den Gefahrgutversand, während Batterien > 100 Wh immer als Gefahrgut (Klasse 9) gelten. Grundsätzlich sind zusätzliche Sicherheitsanforderungen bei Verpackung, Kennzeichnung und Begleitdokumente zu befolgen. Diese Änderungen betreffen jegliche Versendung als Fracht auf Passagier-, aber auch auf Frachtmaschinen.

Verschärfte Bedingungen beim Passagiergepäck

Schärfere Bestimmungen gelten zudem für die Mitnahme im Passagiergepäck (Handgepäck und aufgegebenes Gepäck): So dürfen im Passagierraum eines Flugzeugs Lithiumbatterien oder Geräte mit solchen Lithiumbatterien (Batterien mit oder in Ausrüstungen verpackt [UN 3481 oder UN 3091], u.a. auch Smartphones, Tabs) nur dann befördert werden, wenn die Leistung ≤ 100 Wh pro Batterie beträgt, und wenn sie u.a. folgende Kriterien erfüllen:

  • Bei Ersatzakkumulatoren sind die Batterien gegen Kurzschluss und gegen Beschädigungen zu sichern (nur Batterien, Batterien mit Ausrüstungen verpackt).
  • Bei eingesteckten oder eingesetzten Batterien muss das Gerät so gesichert sein, dass ein versehentliches Einschalten nicht möglich ist.
  • Batterien müssen so geschützt sein, dass ein Kontakt mit leitfähigen Werkstoffen innerhalb derselben Verpackung nicht zu einem Kurzschluss führen kann.
  • Starke Außenverpackung.
  • Dies gilt nur für Geräte zur persönlichen Nutzung (z.B. Mobiltelefone, Digitalkameras, etc.). Alle anderen Geräte müssen als entsprechende Fracht aufgegeben werden.

In diesem Zusammenhang weist der FBDi ausdrücklich darauf hin, dass der Transport von Lithium-Batterien oder Geräten mit Lithium-Batterie auf Passagiermaschinen im Ermessen der Fluglinie liegt. In jedem Fall ist ein Nachweis des UN-Tests 38.3 für die Batterien angeraten.

Der Versender muss bei jedem gewerblichen Versand von Lithium-Ionen-Batterien die Vorgaben der Transportrichtlinien in eigener Verantwortung einhalten.

Über den FBDi

Der Fachverband der Bauelemente Distribution(FBDi e.V.) mit Sitz in Neufahrn bei Freising ist seit 2003 eine etablierte Größe in der deutschen Verbandsgemeinschaft und repräsentiert einen Großteil der in Deutschland vertretenen Distributionsunternehmen elektronischer Komponenten.

Neben der informativen Aufbereitung und Weiterentwicklung von Zahlenmaterial und Statistiken zum deutschen Distributionsmarkt für elektronische Bauelemente bildet das Engagement in Arbeitskreisen und die Stellungnahme zu wichtigen Industriethemen (u.a. Ausbildung, Haftung & Recht, Umweltthemen) eine essenzielle Säule der FBDi Verbandsarbeit.

Die Mitgliedsunternehmen (Stand Januar 2014):

Acal BFi Germany, Arrow Central Europe, Avnet EM EMEA (EBV, Avnet Abacus, Silica, Avnet Memec), Beck Elektronische Bauelemente, CODICO, Conrad Electronic SE, Ecomal Deutschland, Endrich Bauelemente, Farnell, Future Electronics Deutschland, Hy-Line Holding, JIT electronic, Kruse Electronic Components, MB Electronic, Memphis Electronic, MEV Elektronik Service, Mouser Electronics, MSC Gleichmann, RS Components, Rutronik Elektronische Bauelemente, Schukat electronic, Distrelec Schuricht, setron, SHC, TTI Europe.

Fördermitglieder: Bourns, EPCOS, FCI Electronics.

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