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Noch mehr auf Zuladung ist selbstverständlich die Cargo-Variante ausgelegt. Neben drei Sitzplätzen vorne bietet sie im Fond genug Bodenfläche für zwei Europaletten, insgesamt ist der Laderaum 3,9 Kubikmeter groß. Maximal können 650 Kilogramm reingepackt werden, um das zulässige Gesamtgewicht von drei Tonnen nicht zu übersteigen.
Das zeigt: Der VW ID Buzz ist bereits im leeren Zustand ein Schwergewicht. Dementsprechend hat der Hersteller ihn auch nicht für das Schnell-Fahren ausgelegt. Bei 145 km/h ist Schluss. Beim Versuch, den Stromverbrauch halbwegs im Rahmen zu halten, soll ein cW-Wert von 0,285 (Cargo: 0,29) helfen. Offizielle Verbrauchsangaben macht Volkswagen aber ähnlich wie bei der Reichweite noch nicht.
Vorne soll der Elektro-Bus dank seiner hohen Sitzposition wie ein echter Bulli daherkommen. Beim Bedienkonzept setzt er sich aber natürlich von seinen Traditions-Vorgängern ab. An Bord sind unter anderem ein 5,3-Zoll-Display hinter dem Lenkradkranz und ein 10-Zoll-Touchscreen in der Mitte des Dashboards. Optional gibt es dafür auch einen 12-Zoll-Screen. Vorne und hinten verteilt gibt es insgesamt bis zu acht USB-C-Schnittstellen.
Bei den Assistenzsystemen soll der ID Buzz unter anderem mit einem Park-Assistenten mit „Memory Funktion“ punkten. Auf einer zuvor abgespeicherten Strecke soll das Auto so automatisiert einparken können. Außerdem ebenfalls optional im Angebot: ein Travel Assist mit Schwarmdaten. Dieser soll teilautomatisierte Quer- und Längsführung und einen assistierten Spurwechsel auf der Autobahn ab 90 km/h ermöglichen. Dabei ist das System lediglich auf eine erkannte Fahrbahnbegrenzung angewiesen, um die Spur zu halten.
VW ID Buzz soll Vorreiter beim autonomen Fahren werden
Perspektivisch hat Volkswagen aber noch deutlich größere Pläne mit dem ID Buzz beim autonomen Fahren. In München und Hamburg laufen bereits erste Tests mit dem Technologie-Partner Argo AI, der den E-Bulli zu einem Robo-Shuttle machen soll. Level 4 ist das Ziel. 2025 peilen die Partner den Serienbetrieb an. Auch Volkswagens Ridepooling-Tochter Moia soll davon profitieren. Später soll die Technologie aber auch Privatkunden und Logistikern zur Verfügung stehen.
Autonomes Fahren
Volkswagen nimmt Roboshuttle-Testfahrten in München und Freising auf
Und sonst so? VW will mit dem ID Buzz unbedingt das gewachsene Bewusstsein für das Thema Nachhaltigkeit präsentieren. Beispielsweise besteht der Lenkradkranz aus synthetischem Material, das bei Anmutung und Haptik Leder nahekommen sollen. Und für einige Sitzbezüge, Bodenbeläge und den Innenhimmel kommen Rezyklate zum Einsatz, etwa aus eingesammelten Meeres-Kunststoffen. Um bis zu 30 Prozent soll das den CO2-Fußabdruck verbessern.
Zur Serienausstattung des Modells zählen unter anderem Schiebetüren rechts und links, LED-Scheinwerfer und hinten abgedunktelte Scheiben. Als Farben stehen ein weißer Unilack, fünf Metallic-Lacke, ein schwarzer Perleffekt-Lack und vier Zweifarblackierungen zur Auswahl. Zum Startpreis äußert sich Volkswagen noch nicht. Medienberichten zufolge soll der VW ID Buzz vor Förderung aber um die 60.000 Euro kosten.
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