Fahrzeugpremiere

VW ID 7: Das elektrische Weltauto

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Beim Fahren hilf der Travel Assist, der beispielsweise ab Tempo 90 die Längs- und Querführung übernimmt. Er hilft auch bei Überholvorgängen und setzt dabei auf Schwarmdaten. Das sind Informationen von anderen Fahrern. Tiguan, Passat und Golf senden in anonymisierter Form Daten an einen VW-Server wie der Wagen einen Streckenabschnitt absolviert hat. Das hilft beim Überholen aber auch auf Straßen, auf denen in der Mitte oder am Rand die Fahrbahnmarkierung fehlt. Der Server übermittelt dem ID 7 die errechnete Idealposition und zusammen mit dem Kamerabild wird das E-Auto ausgerichtet.

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Der Assistent hilft auch beim Einparken. So kann sich der ID 7 den Weg in die heimische Garage merken. Das kennt man bereits vom ID 5. Der Fahrer parkt einmal den Wagen ein. Die Software speichert die Strecke, die nicht länger als 50 Meter sein sollte. Beim nächsten Mal parkt der ID 7 mit bis zu 7 km/h allein ein, während der Fahrer bereits ausgestiegen ist. Insgesamt fünf Einparkrouten merkt sich das E-Auto.

Auch unterwegs findet die Limousine passende Parklücken. Die dürfen so eng sein, dass die Passagiere nach dem Einparken nicht aussteigen können. Hier setzt Volkswagen auf eine Smartphone-App, statt Schlüsselfunktion. Mit dem Schlüssel ist nur vor- und rückwärts Einparken möglich. Mit der App Park Assist Pro setzt man den ID 7 mithilfe seiner 12 Ultraschallsensoren quer oder längs zur Fahrbahn in eine enge Lücke. Der Nutzer muss dazu einen Finger auf dem Smartphone halten, ist der Kontakt unterbrochen, bleibt der Wagen stehen. Zudem darf man nicht weiter als sechs Meter vom Fahrzeug mit App und Schlüssel entfernt stehen.

Manuell vorkonditionieren

Nur wenige Hersteller lassen E-Autofahrer die Batterie manuell vorheizen. Das überrascht, denn in Deutschland haben wir mehr Tage, an denen die Batterie für die maximale Ladeleistung erwärmt, statt gekühlt werden muss. Auch ohne Zieleingabe im Navi sieht der ID 7-Fahrer jederzeit im Menü mit welcher Leistung der Wagen aktuell laden würde. Außerdem wird die benötigte Zeit zum Vorheizen für die Maximalleistung angezeigt. Nun hat der Fahrer die Wahl, was ihm lieber ist. Eine perfekt temperierte Batterie kann einem bis zu 15 Minuten Zeitvorteil bei einem Ladestopp bringen.

Der ID.7 ist eines der ersten Serienautos, die vom Kraftfahrbundesamt nach den neuen UNECE-Normen homologisiert wurden. Da in Fahrzeugen immer mehr Funktionen durch Software gesteuert werden, ist Datensicherheit ein wichtiges Thema. Aktuell dürfte die Software rund 100 Millionen Codezeilen umfassen. Bis zum automatisierten Fahren mit Level 4 dürfte das auf bis zu 300 Millionen Codezeilen anwachsen. Da Software im ID 7 über eine Datenverbindung (OTA) aktualisiert werden kann, muss sichergestellt sein, dass kein Dritter Funktionen hinzufügen kann. Die Norm UN R156 definiert Regeln für derartige Updates. So meldet das Fahrzeug, wenn für ein Steuergerät Software installiert wird, die dort nicht vom Hersteller vorgesehen ist. Die Norm R155 definiert Regeln zur Abwehr von Cyber-Angriffen.

Mit dem ID 7 zielt Volkswagen auf die Generation Passat. Neben der Limousine ist auch eine Kombi-Variante angedacht. Als „richtiges Alltagsauto“ beschreibt VW-CEO Schäfer den Wagen und schiebt nach: „Mit hohen Marktanteilen in allen Märkten.“

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