Alternative Antriebe Vorserienproduktion des „Energy Master“ für BMW iX5 Hydrogen gestartet

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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In Landshut hat BMW mit der Vorserienproduktion einer zentralen Steuereinheit für den Wasserstoffantrieb begonnen. Der „Energy Master“ kommt zukünftig im iX5 Hydrogen des Autobauers zum Einsatz. Parallel dazu nimmt der Standort eine zweite Produktionslinie für die Steuereinheit in Betrieb, die in den batterieelektrischen Fahrzeugen der Neuen Klasse zum Einsatz kommt.

Im BMW-Werk Landshut ist die Vorserienproduktion der Steuereinheit Energy Master für den iX5 Hydrogen gestartet.(Bild:  BMW)
Im BMW-Werk Landshut ist die Vorserienproduktion der Steuereinheit Energy Master für den iX5 Hydrogen gestartet.
(Bild: BMW)

Der Energy Master ist die zentrale Steuereinheit des Hochvoltsystems. In batterieelektrischen Fahrzeugen sitzt er auf der Hochvoltbatterie, im BMW iX5 Hydrogen ist er auf dem Flachspeicher verbaut und soll dort in angepasster Form eine zentrale Steuerfunktion im Antriebssystem übernehmen. Die Steuereinheit bündelt Energie- und Datenströme, steuert die Stromversorgung für E-Maschine und Bordnetz und sorgt für einen sicheren, intelligenten Betrieb des Gesamtsystems.

Synergien zwischen batterieelektrischen und wasserstoffbasierten Antrieben

Dank dem in Landshut aufgebauten Know-how sind Synergien zwischen batterieelektrischen und wasserstoffbasierten Antrieben möglich. Die Verzahnung von Elektrik-/Elektronik-Kompetenz und industrieller Serienfertigung prädestiniert das Werk dafür, Komponenten für beide Technologiepfade zu fertigen. Entwicklung und Produktion des Energy Master erfolgen erstmals vollständig inhouse, wie Thomas Thym, Leiter des Landshuter Werks unterstreicht: „Mit dem Anlauf der Vorserienproduktion des wasserstoffspezifischen Energy Master unterstreichen wir die Rolle des Werks Landshut als Kompetenzzentrum für innovative Antriebstechnologien. Hier vereinen wir Entwicklung, Fertigungs-Know-how und industrielle Skalierung – für batterieelektrische Fahrzeuge ebenso wie für Wasserstoff-Brennstoffzellen.“

Landshut zentral im BMW-Wasserstoffantriebsnetzwerk verankert

In Landshut sind zwei Produktionsumfänge für den Energy Master beheimatet. Für batterieelektrische Fahrzeuge wird die Steuereinheit bereits seit dem vergangenen Jahr in Serie gefertigt – aktuell für den iX3 und den i3 der Neuen Klasse. Mit der Inbetriebnahme der zweiten Produktionslinie verdoppeln sich die Kapazitäten dafür nahezu. Zeitgleich startet nun die Vorserienproduktion des wasserstoffspezifischen Energy Master für den iX5 Hydrogen.

Darüber hinaus spielt Landshut eine wichtige Rolle im Wasserstoffantriebsnetzwerk des Autobauers: Die Mediendruckplatte und das Brennstoffzellen-Stack-Gehäuse für die aktuelle Pilotflotte des iX5 Hydrogen wurden bereits hier gefertigt und seitdem gezielt weiterentwickelt. Die Mediendruckplatte sorgt für die präzise Verteilung von Wasserstoff und Luft innerhalb der Brennstoffzelle, während das Stack-Gehäuse den Zellstapel strukturell zusammenführt und schützt.

2028 rollt iX5 Hydrogen über die Straßen

Für 2028 hat BMW den iX5 Hydrogen angekündigt. Hierbei setzt das Unternehmen BMW Group auf eine neue Wasserstofftank-Technologie. Anordnung und Größe der Tanks sollen eine Reichweite von bis zu 750 Kilometern ermöglichen. Vorteil: Der BMW Hydrogen Flachspeicher ist kompatibel zur Gen6-Hochvoltbatterie, ohne Innenraum zu beanspruchen. Dadurch lassen sich Modelle mit Brennstoffzellentechnik auf derselben Produktionslinie fertigen wie Fahrzeuge mit anderen Antriebsarten.

Die Hydrogen-Flachspeicher-Technologie ist Teil des Antriebsstrangs. Zum Einsatz kommt außerdem die neue Generation der Brennstoffzellentechnologie. die im Vergleich zu den Vorgängervarianten kompakter, effizienter und leistungsfähiger. An ihr arbeitet der Münchner Autobauer gemeinsam mit Toyota.

Die Serienproduktion der Brennstoffzellensysteme startet ab 2028 im Werk Steyr; Landshut ist als Technologie- und Komponentenstandort fest eingebunden. (se)

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